Deutschland - Holland

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erpie
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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von erpie » Sonntag 8. September 2019, 12:00

jeck3108 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 11:23
opih42 hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 23:40
Atlan hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 23:21
Regt ihr euch wirklich über "Vollgas" auf?
Ich hätte beim Spiel gerne gesehen, dass die Spieler mit Vollgas gespielt hätten. Die spielten ja wie mit angezogener Handbremse. :umbrella:

Und wer 74 Jahre nach Kriegsende immer noch noch begriffen hat, dass der Krieg vorbei ist, der soll im Urwald bleiben.
Ich habe jetzt, nach der politisch verquerten Debatte hier, erst mal kurz nachgeschaut, worum es eigentlich geht.
Ich gebe Dir völlig Recht. So einen Interpretationsunfug können nur Leute verzapfen, die Sprache nicht beherrschen, die Mehrdeutigkeit von Begriffen aus dem Zusammenhang der Anwendung ( Vollgas im Fußball - auch "volle Pulle" nennbar", wobei dann einige auf's Saufen kommen könnten ) reißen.

Diese ganze Debatte ist semantischer Blödsinn, wenn man in so einen slogan im Zusammenhang mit Tempofußball Gaskammern oder Gasbomben hinein interpretiert.

Da hat aber jemand einen "satten Furz" gelassen. Der kann auch ordentlich stinken...... :banghead:
Und da hast Du genau den Punkt: Leute, die die Sprache nicht beherrschen... und was war das? Ein Länderspiel, das in Länder übertragen wird, in denen eben nicht deutsche Muttersprachler sitzen. Gegen eine Nation, in der der Nazi-Terror in der Besatzungszeit immer noch präsent in der öffentlichen Diskussion ist und insbesondere die Deportation in die Vernichtungslager. Und deren erste Assoziation bei Vollgas ist eben nicht, das man da eine Sportmannschaft anfeuern will, sondern das Deutsche wieder mit Gas anfangen.

Und bevor jetzt einer mit "immer nur bei uns" anfängt: eine rechtsradikale Partei wie die lePen-Truppe in Frankreich wird auch anders wahrgenommen und kommentiert in der internationalen Öffentlichkeit als die Lega in Italien, wo es heisst " geht das wieder los mit den Faschisten in Italien".
Und wenn Japaner unsensibel gegenüber Koreanern auftreten, dann ist das auch etwas anderes als wenn z.B. ein Deutscher das macht. Der kann sich ohne das ihm Böswilligkeit unterstellt wird ganz andere Sachen rausnehmen als der, der zu der Nation gehört, die diesem Land unfassbaren Grauen zugefügt hat.
Und es geht auch nicht immer nur um 39-45.
Was ich mir im Vietnam-Urlaub erlauben kann, ohne das sich irgendjemand empören wird, das kann sich ein US-Amerikaner nicht rausnehmen, ohne das er paar auf die Fresse bekommt.

Und wenn man bißchen Emphatie, Kinderstube und Fingerspitzengefühl besitzt, dann ist das auch vollkommen klar, das die ganze Welt irgendwelche Dinge von Vollgas fabulieren kann, ich, wenn ich als Deutscher auftrete, mir das aber klemmen werde, während ich es locker raushaue, wenn ich als BVBler auftrete. Vorrausgesetzt, man hat irgendwann mal in ein Geschichtsbuch geschaut und war nicht rundum begeistert, das unsere Eltern, Großeltern oder inzwischen ja sogar Urgroßeltern das größte Menschheitsverbrechen begangen haben und das ja nur ne schlechte Presse hat, weil die Sieger ja die Geschichte schreiben...
Da ist nicht irgendwie etwas herbeikonstruiert und aus den Fingern gesaugt, um einen Bezug herzustellen. Der Bezug liegt offen und deutlich da, wenn man denn nicht sich selbst für die Sonne hält, um die sich das ganze Universum dreht. Und das man solche vollkommenden Selbstverständlichkeiten hier noch erwähnen muß, weil einige so tun, als wäre das alles so ungewöhnlich, da frag ich mich dann, ob ihr euch nun bewusst blöd stellt, weil es euch nicht in den Kram passt, oder ob ihr euer Leben im Urwald verbracht und Kommunikation nur mit Affen stattgefunden hat... oder man eben knietief im braunen Sumpf steht und das für ne Wellness-Schlammpackung hält, die gegen Fußpilz hilft.

Diese Sensibilitäten anderer muß man nicht beachten, man kann sich sogar selbst aussuchen, wann man sie beachtet und wann nicht. Aber dann hat man den Arsch in der Hose und wenn sich jemand empört, dann ist es einem wurscht. Die ganze Welt dreht sich eben nur um einen selbst und wie andere einen wahrnehmen, ist einem egal. Aber man regt sich nicht über die Reaktionen anderer auf oder aber, wenn einige aus dem eigenen Haufen sagen "halt mal die Bälle flach, wir wollen hier keinen Ärger", sondern die waren zu erwarten und sind auch vollkommen nachvollziehbar, weil man die Umstände bedacht hat, aber man selbst hat entweder grundsätzlich oder aber in dieser Situation kein Interesse daran, Rücksicht auf andere zu nehmen.

Um mal ein aktuelles Beispiel der ganz harmlosen Art zu bringen, was hier auch den ein oder anderen betrifft: was geht mir das auf den Sack, das 30 Jahre nach dem Mauerfall immer noch irgendwelche ehemaligen DDR-Bürger da besondere Sensibilität einfordern, beachtet werden wollen und was weiß ich nicht alles.
Und dennoch werde ich nicht als Westler in meinem Dreistern in den Osten rauschen und vor dem Arbeitsamt Bananen verteilen und mich dann wundern, das ich nicht als Wohltäter wahrgenommen werde, sondern als arrogantes Arschloch. Wie kommen die nur darauf, ist doch nur ne gutgemeinte Sachspende und Bananen sind doch lecker und nahrhaft... da saugt sich Zonen-Gaby jetzt aber was aus den Fingern, was für eine Mimose, naja, Jammer-Ossi, kennt man ja...

Hab ich irgendetwas mit der Treuhand zu tun? Bin ich nach der Wende rüber und hab Mitbürger über den Leisten gezogen, weil sie noch in Umkenntnis der neuen gesetzlichen Gegebenheiten waren? Bin ich durch die Dorfkneipen gezogen in feinster Tapete und hab auf Weltmann gemacht und alles weggepimmelt, was mir vors Rohr kam? Will ich, das im Osten immer noch niedrigere Löhne und Renten gezahlt werden? Nein, mit all dem hab ich nix zu tun.
Und dennoch verstehe ich, das ich als Westler auf entstandene Sensibilitäten Rücksicht nehmen sollte, wenn ich nicht vollkommen zu Recht von einigen ehemaligen DDRlern als Vollkoffer wahrgenommen werden will. Manchmal mag das sogar übersensibel sein, machmal versteh ich überhaupt nicht, wie die darauf kommen und meist ist es mir eher egal und ich hab schlicht keinen Bock, das zu beachten. Dann aber beschwer ich mich auch nicht, wenn die mich für nen typisch arroganten, unsensiblen Westler halten. Ich zieh mir den Schuh zwar nicht an, aber der Eindruck muß vollkommen zu Recht entstehen.
Danke auch für die schöne Formatierung mit Absätzen etc.!
Gruß
erpie

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Atlan
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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von Atlan » Sonntag 8. September 2019, 12:05

jeck3108 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 11:55
Atlan hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 11:41
@jeck3108:
Weißt du was traurig ist? Traurig ist, dass du den ganzen Mist den du da schreibst auch tatsächlich selber glaubst.

Das Länderspiel wurde in wieviel Staaten gezeigt? Und da sich doch tatsächlich der eine oder andere Zuschauer sich politische Gedanken (es ist ein FUSSBALLSPIEL) machen könnte dürfen in Deutschland ganz alltägliche Wörter wie Vollgas nicht vorkommen? :lol:
Dann hoffe ich doch, dass bei Eurovisionssendungen in Zukunft auch eine Reihe von Wörtern nicht mehr erwähnt werden... , Vorwärts, Sieg, Gewonnen...
Im Fußball sollte man auch nicht mehr von der Eroberung eines Tabellenplatzes sprechen. :umbrella:

Weißt du, was noch traurig ist? Das du andere Mitglieder hier beleidigst und meinst, die wären zeitlebens im Urwald gewesen und können sich besser mit Affen unterhalten. Die Affen beleidigst du damit auch...
Nö, ich glaub das nicht, das ist tagtägliches Erleben.

Und herrlich, wie auf Ansage... mimimimi, wie kommt der nur dazu, was von Urwald zu schreiben, jetzt bin ich aber dolle beleidigt... man selber darf das schreiben, aber andere, das ist ja wirklich... das kannste Dir ja gar nicht ausdenken :banghead:
Aber ich gebs zu, mir ist da ein fauxpax unterlaufen: ich hab tatsächlich noch für möglich gehalten, das sich einige hier bewusst dumm stellen... zumindest deine Person betreffend nehm ich das zurück, da ist nix bewusst dumm gestellt...
Endlich schätzt du mich richtig ein. Hat ja echt lange gedauert. :welcomewave:
Ja, mit dem "Urwald" habe ich angefangen. Damit habe ich dir eine Steilvorlage geliefert. Sonst hättest du dir selber eine suchen müssen... :umbrella:
Jeder hat einen Vogel und wer es nicht glaubt, hat zwei. :umbrella:

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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von jeck3108 » Sonntag 8. September 2019, 12:12

micki2 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 11:52
jeck3108 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 11:46
micki2 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 11:38
Moinsen,
hab zwar keine Zeit, aber Deinen netten Kurzaufsatz musste ich mir natürlich reinziehen.
Nett bebildert....machste fast wie der Neapolitaner....... 8-)
Und das mit den Absätzen, das geht inziwschen locker in die Tastatur... hättest Du ruhig mal lobend erwähnen können, wie sensibel-emphatisch ich da Kritik aufgenommen hab, obwohl ich Absätze immer noch für völlig überbewertet halte :P
Großartig :o

Das Thema driftet aber auch schon wieder..........
btw. gegen Cccccchhhoollooond verliert man nicht mal im Tischfußball !!!! und schon gar nicht trägt man das in Humbug aus......den Rest erspar ich mir, sonst werde ich auch in eine böse Ecke geschubst...
:drinkingdrunk: :lol:
Hier wird keiner geschubst, da stellt man sich selber hin... und ich bin jetzt also ne übersensible Mimose mit nem Braunstich in der Wahrnehmung, der in vorrauseilendem Gehorsam für die snowflakes Beachtung einfordert...
ich druck mir den Fred aus, das glaubt mir ja sonst wieder keiner, das ich nicht überall als Porzellanelefant ankomme
:P

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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von jeck3108 » Sonntag 8. September 2019, 12:15

Atlan hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 12:05

Ja, mit dem "Urwald" habe ich angefangen. Damit habe ich dir eine Steilvorlage geliefert. Sonst hättest du dir selber eine suchen müssen... :umbrella:
Da kann ich hier ausreichend meiner Faulheit nachkommen. Bis ich mir selber was ausdenken muß, weil es mir hier nicht mundgerecht präsentiert wird, da bin ich längst in der Pension.

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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von jeck3108 » Sonntag 8. September 2019, 12:20

erpie hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 12:00

Danke auch für die schöne Formatierung mit Absätzen etc.!
Schön, das das mal jemanden auffällt... siehste, @Fischkopf, so geht das, wenn jemand bißchen Erziehung genossen hat

:P

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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von micki2 » Sonntag 8. September 2019, 12:59

jeck3108 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 12:20
erpie hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 12:00

Danke auch für die schöne Formatierung mit Absätzen etc.!
Schön, das das mal jemanden auffällt... siehste, @Fischkopf, so geht das, wenn jemand bißchen Erziehung genossen hat

:P
Ich glaub, Dir geht das zu gut. Muß man wohl mal wieder die Ohren lang ziehen. 8-)
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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von jeck3108 » Sonntag 8. September 2019, 13:09

micki2 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 12:59
jeck3108 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 12:20
erpie hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 12:00

Danke auch für die schöne Formatierung mit Absätzen etc.!
Schön, das das mal jemanden auffällt... siehste, @Fischkopf, so geht das, wenn jemand bißchen Erziehung genossen hat

:P
Ich glaub, Dir geht das zu gut. Muß man wohl mal wieder die Ohren lang ziehen. 8-)
Stimmt, mir gehts viel zu gut und das auch noch unverdientermaßen.Ich hau mich jetzt mal auf die Terasse und lass es mir noch viel besser gehen.
Denn dieser "Fliegenschiß" hat die Beachtung nun echt nicht verdient. Da ist ne vollkommende Selbstverständlichkeit passiert, die keinerlei besondere Beachtung verdient. Und das das wiedermal in einer Art und Weise passiert ist, die zum Schreien komisch ist...Volley, wie kommt man auf so etwas :P ... aber gut, Coca Cola-Fanklub der Nationalmannschaft... was willste erwarten, allein schon der Name ist doch nen Brüller...

das, was mich wirklich aufregt: wegen dem Rotzekick gegen die Kollegen in den Müllwerker-Farben ist jetzt auch noch Schuuuulz kaputt... das ist nen Skandal und nicht so ne Choreo

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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von micki2 » Sonntag 8. September 2019, 13:29

jeck3108 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 13:09
micki2 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 12:59
jeck3108 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 12:20


Schön, das das mal jemanden auffällt... siehste, @Fischkopf, so geht das, wenn jemand bißchen Erziehung genossen hat

:P
Ich glaub, Dir geht das zu gut. Muß man wohl mal wieder die Ohren lang ziehen. 8-)
Stimmt, mir gehts viel zu gut und das auch noch unverdientermaßen.Ich hau mich jetzt mal auf die Terasse und lass es mir noch viel besser gehen.
Denn dieser "Fliegenschiß" hat die Beachtung nun echt nicht verdient. Da ist ne vollkommende Selbstverständlichkeit passiert, die keinerlei besondere Beachtung verdient. Und das das wiedermal in einer Art und Weise passiert ist, die zum Schreien komisch ist...Volley, wie kommt man auf so etwas :P ... aber gut, Coca Cola-Fanklub der Nationalmannschaft... was willste erwarten, allein schon der Name ist doch nen Brüller...

das, was mich wirklich aufregt: wegen dem Rotzekick gegen die Kollegen in den Müllwerker-Farben ist jetzt auch noch Schuuuulz kaputt... das ist nen Skandal und nicht so ne Choreo
sei Dir gegönnt. "verdient" pah wer beurteilt das? :lol:

und : die Zeiten von "Schuuuuulz" sind vorbei.....nahendes Ende und so....der heißt max. Schulz
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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von alemao82 » Sonntag 8. September 2019, 18:13

"Vollgas - Über Dachau und Herzogenbusch bis nach Auschwitz!" Ja das wär was gewesen, da hätte wohl sogar der Yeti geblökt.. Aber so ist ja nur Holland und deshalb überflüssig PC, gab ja da keine Juden früher, hat auch keiner überfallen. Was uns hier im Gau nicht aufregt, hat bitteschön auch niemand anderen aufzuregen, Spiel war ja im Ausland zum Glück nicht empfangbar und von den Holländern konnte glücklicherweise noch nie einer Deutsch.

Zum Thema Choreo: Hirn an ist immer eine super-Idee, aber bitte VORHER! VOLLEY, ich glaub ich spinne. Damit auch wirklich jeder merkt, was eigentlich geschrieben werden sollte. Fremdschämen ist noch zu wenig, jemand hat geschrieben, dass das ein Grund für die Leistung der Mannschaft war. Sollte man nachgehen, dem Hinweis. Einfach geräuschlos einstampfen die Kacke und brav und stumm wie später sowieso das ganze Spiel hinsetzen. Wo steht geschrieben, dass es bei jedem Spiel ne Choreo geben muss??? Und vor allem nicht von so einem lächerlichen Haufen wie diesem Speichellecker-Jubelperser-"Fanclub".
"Das hätte heute auch acht- oder neunstellig für uns ausgehen können." (M. Arnautovic)

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Depp72
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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von Depp72 » Sonntag 8. September 2019, 19:31

Kurzform: Vorfall und Diskussion = typisch Deutsch.
Die Ursprungschoero bieder langweilig ohne Ende. Für Spitzfindige und Übervorsichtige auch noch doppeldeutig. Die Ersatzlösung zum Fremdschämen. Entweder etwas ganz anderes oder den Ursprung stehen lassen und Kritik daran aushalten.

jeck3108 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 11:23
Und da hast Du genau den Punkt: Leute, die die Sprache nicht beherrschen... und was war das? Ein Länderspiel, das in Länder übertragen wird, in denen eben nicht deutsche Muttersprachler sitzen. Gegen eine Nation, in der der Nazi-Terror in der Besatzungszeit immer noch präsent in der öffentlichen Diskussion ist und insbesondere die Deportation in die Vernichtungslager. Und deren erste Assoziation bei Vollgas ist eben nicht, das man da eine Sportmannschaft anfeuern will, sondern das Deutsche wieder mit Gas anfangen.
Servus, du bist ja nicht der PC-Mensch, insofern wundert der letzte Satz. Bei 'Arbeit macht frei' gibt es nach den Nazis keine zweite Deutung mehr. Bei anderen Begriffen ist es unterschiedlich. Und ich kann schlecht überall Gas streichen. Abgasskandal könnte ein Querulant als Herabwürdigung des Holocaust missverstehen. Es macht Sinn, speziell bei heiklen Themen und Beziehungen, zu überlegen: Was könnte als Botschaft beim Empfänger ankommen? Aber beim Fußball? Selten und dann eher bei ganz eindeutigen Begriffen oder Emblemen. Ich fand das Ende der 80er aufkommende Sieg-Gebrülle unpassend, weil es vom Rufen her nur minimal vom 'Sieg heil' entfernt war.

Hätte man halt bei der Choreo 'Mit Vollgas zur EM' oder ähnliches draus machen können. Ebenfalls langweilig. Aber Volley, das war die denkbar schlechteste Alternative und typisch deutsch. Nix halbes, nix ganzes. Grad bei Formulierungen wie Gas ist alles denkbar. Von harmlos, über schwierig bis zu klar belastet. Gibt ein Buch in dem sich der Autor mit Nazi-Begriffen auseinandersetzt.
Deutschlandfunk hat geschrieben: Kassel: Es ist aber mindestens eine, in dem Fall ist es eine Redewendung in Ihrem Buch, wo ich es sehr kompliziert finde. Ich würde sie ja natürlich normalerweise nie verwenden, aber wir reden ja fast in einem wissenschaftlichen Zusammenhang jetzt, ich rede von der Redewendung „bis zum Vergasen“. Sie beschreiben in diesem Buch, dass das eigentlich im Zusammenhang mit tödlichem Giftgas sehr üblich geworden ist im Ersten Weltkrieg und bei den Nazis gar keine besondere Bedeutung hatte. Dennoch werden Sie uns doch sicherlich nicht mitteilen wollen, deshalb kann man diese Formulierung in Deutschland heutzutage problemlos verwenden?

Heine: Ich würde sie nicht verwenden aus zwei Gründen: Erstens, weil sie sehr, sehr umgangssprachlich ist – das ist eine Frage, um die es immer in meinem Buch geht. Zur stilistischen korrekten Verwendung von Wörtern gehört, dass man ein bisschen weiß, welche Bedeutungsebenen haben sie, dass man historische Zusammenhänge kennt und dass man die Sprachebenen berücksichtigt. „Bis zur Vergasung“ ist einfach zunächst mal auch sehr umgangssprachlich.

Schon allein deshalb sollten Sie es in schriftlichen Texten oder in offizieller Rede nicht verwenden. Das andere ist nun mal, dass es unabhängig von der Tatsache, dass diese Redensart lange, bevor die ersten Gaskammern gebaut wurden, existiert hat, bei sehr vielen Leuten diese unangenehmen Assoziationen weckt, und wenn Sie dann nicht im jeden Gespräch erst mal erklären wollen, das ist doch gar nicht aus dieser Zeit, dann sollten Sie es vielleicht einfach weglassen.
https://www.deutschlandfunkkultur.de/ne ... _id=443904

Katapult hat geschrieben:Wir buchstabieren heute übrigens auch oft noch wie die Nazis, obwohl wir es nicht so meinen. Im Nationalsozialismus wurde die sogenannte Buchstabiertafel geändert. D wie Dora? Ursprünglich hieß es D wie David. Die Nazis hatten den jüdischen Namen verbannt – erfolgreich, bis heute. Auch das N wie Nordpol lautete vor 1934 N wie Nathan. Einige Änderungen wurden nach dem Krieg offiziell wieder rückgängig gemacht, aber haben sich im allgemeinen Sprachgebrauch gehalten: Siegfried und Zeppelin aus der NS-Zeit heißen heute eigentlich wieder Samuel und Zacharias.

https://katapult-magazin.de/de/artikel/ ... ne-merkts/

jeck3108 hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 20:50
... ich möcht erleben, was beim Länderspiel BRD-England in Dresden los ist, wenn die Inselaffen schöne Grüsse von Arthur ausrichten, jetzt gibts den Rest...
Für mich ein schlechtes Beispiel. Da geht es um ein konkretes Ereignis mit vielen Toten. Das hätte eine ganz andere Qualität als wenn die Engländer die Deutschen als Krauts und Tanks zu bezeichnen oder in Nazi-Uniform und Obrigkeitshörig zu zeichnen. Vermutlich würde den Inselaffen ein Harris-Transparent auch gar nicht einfallen. Anders einige St. Pauli Ultras. Die haben sich vor ca. 2 Jahren nicht entblödet gegen Dynamo ein Plakat zu entrollen: ''Schon eure Großeltern haben für Dresden gebrannt.''

Bilardo hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 22:00
Am besten findet man beim gemeinsamen Bier raus wie der andere tickt. Und da is die Nationalität nun völlig wurscht. Ich werde mit manchem Engländer weit mehr übereinstimmen als mit meinem Nachbarn. Immer dieses Gleichschalten von Mio. von Bürgern nach gezogenen Grenzen..
Die Realität is doch nun wirklich schon lange eine andere. Interessengruppen & Gleichgesinnte sind doch über Grenzen hinaus vereint.
Das ist doch banaler Kram, Billy, bzw. beim Bierbeispiel gelebte Selbstverständlichkeit. Selbst Nationalisten finden manchmal einen Ali ausnahmsweise ganz nett, weil der immer pünktlich die Treppe reinig und höflich grüßt.

Im Alltag sind persönliche Beziehungen zwischen Menschen im direkten Kontakt wichtiger als Nationalitäten oder andere formale Gemeinsamkeiten. Im Ausland siehst du aber auch immer Deutsche neben Deutschen hängen. Ohne, dass die mit Ausnahme von Paß, Sprache und temporär Ausländer etwas geimnsam hätten. Bei Holländern, Italienern oder Engländern ist das nicht anders. Sprache und ein grober kultureller Rahmen verbinden oft stark. Wobei in den Fällen keine andere Gruppe abgewertet wird, sondern es ein sehr diffuses Gemeinschaftsgefühl ist. Und wenn jemand nicht über den Tellerrand der eigenen Stadt oder eigenen Landes blicken will ist das auch ok, sofern er nicht gleichzeitig andere abwertet. Ob nun sweet home Alabama oder sweet home Meuselwitz.

Beim Biertrinken und Reden zwischen einzelnen Personen veändert sich das diffuse Gemeinschaftsgefühl hin auf die persönliche Ebene. Dass Gleichgsinnte das nicht immer bleiben, haben u.a. Erfahrungen in Ex-Jugoslawien und Ruanda gezeigt. Bei denen wurden aus Dorfnachbarn und Freunden teilweise Mörder und Todfeinde.

Nationalität, Sprache und Kultur haben weiterhin einen wichtigen Einfluss. Man kann den aus meiner Sicht auch Positiv besetzen. Oder negativ wie AfD, FN, Lega, Kaczynski, Orban etc. pp. So, jetzt hat mein Geschwafel endlich ein Ende.
Von uns die Arbeit, von Gott den Segen.

https://www.youtube.com/watch?v=0pJcQIKD-wY

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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von JAF99 » Sonntag 8. September 2019, 20:12

Depp72 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 19:31
Ich fand das Ende der 80er aufkommende Sieg-Gebrülle unpassend, weil es vom Rufen her nur minimal vom 'Sieg heil' entfernt war.
Jetzt, wo Du es sagst: Oh ja, super, dass das vorbei ist. (Ich denke übrigens, dass es etwas später aufkam. Eher so Mitte der 90er).
So, jetzt hat mein Geschwafel endlich ein Ende.
Nee, war schon ein guter read an einem Sonntagabend.
:smokingjoint:

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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von alemao82 » Sonntag 8. September 2019, 22:24

Depp72 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 19:31


Servus, du bist ja nicht der PC-Mensch, insofern wundert der letzte Satz. Bei 'Arbeit macht frei' gibt es nach den Nazis keine zweite Deutung mehr. Bei anderen Begriffen ist es unterschiedlich. Und ich kann schlecht überall Gas streichen. Abgasskandal könnte ein Querulant als Herabwürdigung des Holocaust missverstehen. Es macht Sinn, speziell bei heiklen Themen und Beziehungen, zu überlegen: Was könnte als Botschaft beim Empfänger ankommen? Aber beim Fußball? Selten und dann eher bei ganz eindeutigen Begriffen oder Emblemen. Ich fand das Ende der 80er aufkommende Sieg-Gebrülle unpassend, weil es vom Rufen her nur minimal vom 'Sieg heil' entfernt war.

Ne, da bin ich nicht bei dir. Fußball wird von einigen Idioten so ideologisch aufgeladen, dass es zur Fortsetzung des Kriegs mit anderen Mitteln aufgeblasen wird. Da möchte ich ganz weit weg davon sein und deshalb auch jeglichen Hauch eines Quervergleiches mit der (Kriegs-)geschichte weit aus dem Stadion verbannt wissen (finde das auch bei der englischen Presse immer extrem dämlich). V.a. wenn man es noch in Zusammenhang mit Verbrechen wie Genozid bringen kann. Alles ist Kontext. Das Wort "Vollgas" an sich muss keiner verbannen, fände ich an vielen Stellen völlig unbedenklich. Aber wo Missverständnisse so leicht konstruiert werden können, sollte man es nun wirklich weglassen.
"Das hätte heute auch acht- oder neunstellig für uns ausgehen können." (M. Arnautovic)

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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von Dallas05 » Sonntag 8. September 2019, 22:47

JAF99 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 20:12
Depp72 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 19:31
Ich fand das Ende der 80er aufkommende Sieg-Gebrülle unpassend, weil es vom Rufen her nur minimal vom 'Sieg heil' entfernt war.
Jetzt, wo Du es sagst: Oh ja, super, dass das vorbei ist. (Ich denke übrigens, dass es etwas später aufkam. Eher so Mitte der 90er).
So, jetzt hat mein Geschwafel endlich ein Ende.
Nee, war schon ein guter read an einem Sonntagabend.
Stimmt, echt amüsant.
In gefühlt der Hälfte der Beiträge geht es um 2 beknackte Wörter Volley bzw. Vollgas.
Und da wundert sich angeblich wer, warum der Kicker die Foren schloss.
So nen Kindergarten wie hier braucht niemand.......
:lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Lebe immer first class sonst tun es deine Erben.........

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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von opih42 » Sonntag 8. September 2019, 23:21

Dallas05 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 22:47


Stimmt, echt amüsant.
In gefühlt der Hälfte der Beiträge geht es um 2 beknackte Wörter Volley bzw. Vollgas.
Und da wundert sich angeblich wer, warum der Kicker die Foren schloss.
So nen Kindergarten wie hier braucht niemand.......
:lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Ich kann mich an der ganzen Polemik nicht amüsieren. Kindergarten ist etwas anderes. Die Polemik ist medial in Szene gesetzt und auch in der Politik permanent gebräuchlich, indem man den Menschen hier ihre eigene Alltagssprache ständig in Nazi-Relation setzt.
Da werden Termini dermaßen politisch aufgebauscht, dass einem das Grauen kommt. Das ist absurd und grenzt an moralische Erpressung, was da in Szene gesetzt wird - nicht nur bezogen auf "Vollgas"" im Sport , sondern an zig anderen Ecken auch. Natürlich muss man aufpassen, wenn man KZ-Begrifflichkeiten verwendet o.ä.

Was haben meine Kinder und Enkelkinder mit diesem unterstelltem Denken gemein ? Nichts. Nicht mal ich mit meinen 77 Jahren lasse mir das unterstellen. Sollen wir die deutsche Alltagssprache abschaffen oder ein Pflichtfach in der Schule einführen, welche Begriffe und Termini in welchen Zusammenhängen auf allen Ebenen gesellschaftlichen Umgangs mit nazistischer Idelogie in Verbindung gebracht werden können ? Dann musst du die deutsche Sprache neu erfinden.... in ihrer komplexen Semantik und Grammatik.

Man sollte endlich mal aufhören, nach drei Generationen, die heutige für das zur Verantwortung zu ziehen - ideell wie materiell. Geschichtsbewusstsein ist verlangt, keine Frage, aber nicht auf diese Weise.... Das ist abnorm, um es ganz moderat auszudrücken. Mir fallen dafür noch ganz andere Wertungen ein, um das zu charakterisieren. Die lasse ich aber lieber weg.

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Atlan
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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von Atlan » Montag 9. September 2019, 00:06

opih42 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 23:21
Ich kann mich an der ganzen Polemik nicht amüsieren. Kindergarten ist etwas anderes. Die Polemik ist medial in Szene gesetzt und auch in der Politik permanent gebräuchlich, indem man den Menschen hier ihre eigene Alltagssprache ständig in Nazi-Relation setzt.
Da werden Termini dermaßen politisch aufgebauscht, dass einem das Grauen kommt. Das ist absurd und grenzt an moralische Erpressung, was da in Szene gesetzt wird - nicht nur bezogen auf "Vollgas"" im Sport , sondern an zig anderen Ecken auch. Natürlich muss man aufpassen, wenn man KZ-Begrifflichkeiten verwendet o.ä.

Was haben meine Kinder und Enkelkinder mit diesem unterstelltem Denken gemein ? Nichts. Nicht mal ich mit meinen 77 Jahren lasse mir das unterstellen. Sollen wir die deutsche Alltagssprache abschaffen oder ein Pflichtfach in der Schule einführen, welche Begriffe und Termini in welchen Zusammenhängen auf allen Ebenen gesellschaftlichen Umgangs mit nazistischer Idelogie in Verbindung gebracht werden können ? Dann musst du die deutsche Sprache neu erfinden.... in ihrer komplexen Semantik und Grammatik.

Man sollte endlich mal aufhören, nach drei Generationen, die heutige für das zur Verantwortung zu ziehen - ideell wie materiell. Geschichtsbewusstsein ist verlangt, keine Frage, aber nicht auf diese Weise.... Das ist abnorm, um es ganz moderat auszudrücken. Mir fallen dafür noch ganz andere Wertungen ein, um das zu charakterisieren. Die lasse ich aber lieber weg.
Amüsant ist das wirklich nicht. Meine Mutter war 8 und mein Vater 12 Jahre alt, als es 1933 los ging. Sie haben alles mitgemacht. Vater bis zu seiner Verwundung auf der Krim.
Merkwürdigerweise hat uns während unserer Schulzeit niemand darauf angesprochen, dass wir als Kinder mitschuldig wären. Auch die nächste Generation wurde mMn nicht darauf angesprochen.
Aber irgendwann ging es doch los, dass wir Deutschen da eine gewaltige Erbschuld zu tragen haben und mit unseren Worten und Taten vorsichtig sein müssen. Ich habe den Eindruck, wir müssen jedes Jahr noch vorsichtiger sein und müssen immer mehr in Sack und Asche gehen.
Keine Frage, dass wir uns unserer Geschichte bewusst bleiben müssen. Aber es kann nicht sein, dass der "nette" Herr Gauland (ein Politiker) in einer öffentlichen Rede ungestraft von Machtergreifung spricht und bei einem Fußballspiel geht das Wort "Vollgas" in einer Choreo nicht.
Was wird den "normalen" Bürgern noch alles verboten?
Und hier im Thread wird man unverblümt als dumm bezeichnet, wenn man sich dagegen ausspricht.
Wer ist da wohl dumm? :umbrella:
Jeder hat einen Vogel und wer es nicht glaubt, hat zwei. :umbrella:

jeck3108
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2. Verein: bin ich dualfan?

Re: Deutschland - Holland

Beitrag von jeck3108 » Montag 9. September 2019, 00:26

Depp72 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 19:31


Servus, du bist ja nicht der PC-Mensch, insofern wundert der letzte Satz. Bei 'Arbeit macht frei' gibt es nach den Nazis keine zweite ...
Ich halte das für völligen Kokolores. Ich ganz persönlich. Es wird nicht viel Phantasie dazugehören, das jemand, der in den 80ern/90ern in der Süd stand, ganz andere Dinge gehört und mit 2,3 Pils zu viel hier und da mitgegröhlt hat.
Mir geht es aber gar nicht vorrangig um den Nazi-Bezug. Der liegt zwar auf der Hand, der käme garantiert, aber ich persönlich würd da kein Fass aufmachen. Ich würd die Augen verdrehen, Mund abputzen, weiter gehts.
Nur um mich persönlich geht es nun mal nicht.

Erinner Dich nur mal an die Lächerlichkeit mit dem Rumgezappele bei den WM-Feierlichkeiten. Noch viel lächerlicher, das war nun wirklich kein Stock, sondern nen Baumstamm im Arsch. Dennoch ging es international durch die Presse.

Also gehört nicht viel dazu, sich vorzustellen, was man aus diesem Anlaß gemacht hätte, Bei der Nationalmannschaft, die bekanntermaßen Leute in ihrem Umfeld hat, die sich brüllend vor Lachen auf die Schenkel klopfen, das sie endlich ganz offiziell Vollgas geben können, Oppa wäre stolz...
dazu bei den Käseköppen, die eh nen Problem haben mit der Aufarbeitung der Besatzungszeit, führt aber weg vom Thema, aber das wäre dankbar aufgenommen worden.

Und das ließe sich wegen meiner noch alles aushalten, wenn man der Meinung ist, jetzt ist der Zeitpunkt, wo man mal etwas klar stellen sollte. Ich würd zwar auf nen besseren Startplatz warten, aber bitte, wegen meiner.

Und das liegt dann in den Händen der DFB Pressestelle... den Leuten, die schon bei Özil/Gündogan bewiesen haben, das sie echte Kommunikations-Kapazunder sind und heikle Themen im Presse-Fokus aber mal genau so handhaben, das echt Freude aufkommt... und mit denen willst Du in den Medien-Krieg ziehen? Herzlichen Dank, das brauch ich sicher nicht. Und glücklicherweise haben die selber erkannt: das bekommen wir nicht kommuniziert... und es ist das Risiko auch nicht wert, weil es nun nicht grade der Höhepunkt der künstlerischen Freiheit war.

Aber wie gesagt, darum geht es mir gar nicht, mir geht es um Umgangsform. Ich gehöre nun schon rein altersmäßig nicht zur Generation snowflake, ich geb nen großen Haufen auf pc. Aber ich lege wert auf die gute, alte Kinderstube. Und ob ich das nachvollziehen kann oder nicht: wenn jemand sensibel auf ein Thema reagiert, ist es der Weltuntergang, wenn ich darauf Rücksicht nehme? Wenn Du schon mit typisch deutsch anfängst: ist es so einschränkend, wenn man aufgrund der eigenen Geschichte einmal mehr überlegt als andere, was man wie sagt?
Um bei Deinem - besseren - Dresden-Beispiel zu bleiben: ich hab mich kaputtgelacht, als ich das gelesen hab. Ich ganz persönlich. Dennoch ist sonnenklar, das geht nicht, den kann man nicht bringen, so etwas will ich nicht als allgemeine Umgangsweise.
Hätt ich ihn dennoch gebracht? Möglich, kommt eben auf den Widerpart an, ob der es in meinen Augen verdient hat, das man ausnahmsweise von der außer Frage stehenden Regel abweicht. Das man dafür auf die Fresse bekommt, ist eingeplant und geschieht vollkommen zu Recht. Mehr noch, ich wäre entsetzt, wenn ich dafür nicht an den Pranger gestellt werde, auch wenn ich, ich ganz persönlich, meine, genau so haben die das verdient.

Wir müssen als Gesamtgesellschaft aufpassen, das wir nicht den Teufel PC mit dem Beelzebub anything goes austreiben. Nimm den Faden hier: wenn ernsthaft Leute behaupten, bei denen ich davon ausgehe, das sie keine vollkommenden Dummköpfe sind, das es doch vollkommen unverständlich sei, wie man in diesem Gesamtzusammenhang Vollgas für heikel hält und das man das besser lässt... dann will ich mir nicht ausmalen, in welche Richtung die Entwicklung weitergeht, nen Vorgeschmack bekommt man ja immer bei den diversen Gelegenheiten von Pegida und Co... ich hab keinen Bock drauf, das "absaufen" als akzeptierter Umgangston etabliert wird. Mir geht diese ganze pc-Kacke so dermaßen auf den Sack... aber noch wesentlich schlimmer wäre ein backlash.

opih42

Re: Deutschland - Holland

Beitrag von opih42 » Montag 9. September 2019, 00:39

Atlan hat geschrieben:
Montag 9. September 2019, 00:06
opih42 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 23:21
Ich kann mich an der ganzen Polemik nicht amüsieren. Kindergarten ist etwas anderes. Die Polemik ist medial in Szene gesetzt und auch in der Politik permanent gebräuchlich, indem man den Menschen hier ihre eigene Alltagssprache ständig in Nazi-Relation setzt.
Da werden Termini dermaßen politisch aufgebauscht, dass einem das Grauen kommt. Das ist absurd und grenzt an moralische Erpressung, was da in Szene gesetzt wird - nicht nur bezogen auf "Vollgas"" im Sport , sondern an zig anderen Ecken auch. Natürlich muss man aufpassen, wenn man KZ-Begrifflichkeiten verwendet o.ä.

Was haben meine Kinder und Enkelkinder mit diesem unterstelltem Denken gemein ? Nichts. Nicht mal ich mit meinen 77 Jahren lasse mir das unterstellen. Sollen wir die deutsche Alltagssprache abschaffen oder ein Pflichtfach in der Schule einführen, welche Begriffe und Termini in welchen Zusammenhängen auf allen Ebenen gesellschaftlichen Umgangs mit nazistischer Idelogie in Verbindung gebracht werden können ? Dann musst du die deutsche Sprache neu erfinden.... in ihrer komplexen Semantik und Grammatik.

Man sollte endlich mal aufhören, nach drei Generationen, die heutige für das zur Verantwortung zu ziehen - ideell wie materiell. Geschichtsbewusstsein ist verlangt, keine Frage, aber nicht auf diese Weise.... Das ist abnorm, um es ganz moderat auszudrücken. Mir fallen dafür noch ganz andere Wertungen ein, um das zu charakterisieren. Die lasse ich aber lieber weg.
Amüsant ist das wirklich nicht. Meine Mutter war 8 und mein Vater 12 Jahre alt, als es 1933 los ging. Sie haben alles mitgemacht. Vater bis zu seiner Verwundung auf der Krim.
Merkwürdigerweise hat uns während unserer Schulzeit niemand darauf angesprochen, dass wir als Kinder mitschuldig wären. Auch die nächste Generation wurde mMn nicht darauf angesprochen.
Aber irgendwann ging es doch los, dass wir Deutschen da eine gewaltige Erbschuld zu tragen haben und mit unseren Worten und Taten vorsichtig sein müssen. Ich habe den Eindruck, wir müssen jedes Jahr noch vorsichtiger sein und müssen immer mehr in Sack und Asche gehen.
Keine Frage, dass wir uns unserer Geschichte bewusst bleiben müssen. Aber es kann nicht sein, dass der "nette" Herr Gauland (ein Politiker) in einer öffentlichen Rede ungestraft von Machtergreifung spricht und bei einem Fußballspiel geht das Wort "Vollgas" in einer Choreo nicht.
Was wird den "normalen" Bürgern noch alles verboten?
Und hier im Thread wird man unverblümt als dumm bezeichnet, wenn man sich dagegen ausspricht.
Wer ist da wohl dumm? :umbrella:
Mein Vater ist 1898 geboren ( war im 1.Weltkrieg ), meine Mutter 1901, meine drei älteren Brüder waren im 2. Weltkrieg ( Jahrgänge 1920, 1921, 1926 ). Ich bin Dresdner und saß 1945 als Kleinkind im Keller als Dresden bombardiert wurde. Die ganze Thematik mit Folgen für Denken und Handeln ist mir sehr vertraut, nicht nur aus Bildungsprozessen, sondern auch aus famliärem Erleben. Mittlerweile sind Jahrzehnte verstrichen.

Dieses Klugscheißergeschwätz, das derzeit ( nicht nur auf das Forum bezogen ) der eine oder andere abzieht, das geht mir an jegliches Denken und Empfinden - abstrus.

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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von Atlan » Montag 9. September 2019, 08:14

opih42 hat geschrieben:
Montag 9. September 2019, 00:39
Mein Vater ist 1898 geboren ( war im 1.Weltkrieg ), meine Mutter 1901, meine drei älteren Brüder waren im 2. Weltkrieg ( Jahrgänge 1920, 1921, 1926 ). Ich bin Dresdner und saß 1945 als Kleinkind im Keller als Dresden bombardiert wurde. Die ganze Thematik mit Folgen für Denken und Handeln ist mir sehr vertraut, nicht nur aus Bildungsprozessen, sondern auch aus famliärem Erleben. Mittlerweile sind Jahrzehnte verstrichen.

Dieses Klugscheißergeschwätz, das derzeit ( nicht nur auf das Forum bezogen ) der eine oder andere abzieht, das geht mir an jegliches Denken und Empfinden - abstrus.
Mein Schwager ist im gleichen Jahr wie du geboren, er ist als kleines Kind mit der Familie aus Schlesien geflüchtet. Oma ist 1896 geboren, Opa war im 1.Weltkrieg und in englischer Kriegsgefangenschaft. Mit seinem dort erlernten Englisch hat er den Engländern 1945 erklärt, warum sie meinen Vater nicht in Gefangenschaft nehmen sollten. Vater war 45 kein Soldat mehr - 43 bereits aus der Armee entlassen. Die Verletzung auf der Krim hat ihn sein Leben lang zu schaffen gemacht, auch körperlich. Jahre später mussten immer noch Granatsplitter heraus operiert werden.

Bei meiner Geburt war der Krieg gerade 13 Jahre vorbei und hier meinen einige deutlich jüngere, so wie sie es beurteilen ist es richtig und wer ihnen nicht zustimmt ist dumm.
Nichts dagegen einzuwenden, wenn wir (diese jüngeren Mitglieder) nicht die gleiche Meinung haben. Aber eine Erbsünde gibt es in Deutschland nicht und warum man auch die kommenden X-Generationen noch damit belasten soll: Ihr müsst aber vorher überlegen, was ihr sagt oder tut - ihr wisst ja 1933-1945, was da passiert ist. Ist zwar schon lange her...
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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von RudyMentaire » Montag 9. September 2019, 08:29

opih42 hat geschrieben:
Montag 9. September 2019, 00:39
Atlan hat geschrieben:
Montag 9. September 2019, 00:06
opih42 hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 23:21
Ich kann mich an der ganzen Polemik nicht amüsieren. Kindergarten ist etwas anderes. Die Polemik ist medial in Szene gesetzt und auch in der Politik permanent gebräuchlich, indem man den Menschen hier ihre eigene Alltagssprache ständig in Nazi-Relation setzt.
Da werden Termini dermaßen politisch aufgebauscht, dass einem das Grauen kommt. Das ist absurd und grenzt an moralische Erpressung, was da in Szene gesetzt wird - nicht nur bezogen auf "Vollgas"" im Sport , sondern an zig anderen Ecken auch. Natürlich muss man aufpassen, wenn man KZ-Begrifflichkeiten verwendet o.ä.

Was haben meine Kinder und Enkelkinder mit diesem unterstelltem Denken gemein ? Nichts. Nicht mal ich mit meinen 77 Jahren lasse mir das unterstellen. Sollen wir die deutsche Alltagssprache abschaffen oder ein Pflichtfach in der Schule einführen, welche Begriffe und Termini in welchen Zusammenhängen auf allen Ebenen gesellschaftlichen Umgangs mit nazistischer Idelogie in Verbindung gebracht werden können ? Dann musst du die deutsche Sprache neu erfinden.... in ihrer komplexen Semantik und Grammatik.

Man sollte endlich mal aufhören, nach drei Generationen, die heutige für das zur Verantwortung zu ziehen - ideell wie materiell. Geschichtsbewusstsein ist verlangt, keine Frage, aber nicht auf diese Weise.... Das ist abnorm, um es ganz moderat auszudrücken. Mir fallen dafür noch ganz andere Wertungen ein, um das zu charakterisieren. Die lasse ich aber lieber weg.
Amüsant ist das wirklich nicht. Meine Mutter war 8 und mein Vater 12 Jahre alt, als es 1933 los ging. Sie haben alles mitgemacht. Vater bis zu seiner Verwundung auf der Krim.
Merkwürdigerweise hat uns während unserer Schulzeit niemand darauf angesprochen, dass wir als Kinder mitschuldig wären. Auch die nächste Generation wurde mMn nicht darauf angesprochen.
Aber irgendwann ging es doch los, dass wir Deutschen da eine gewaltige Erbschuld zu tragen haben und mit unseren Worten und Taten vorsichtig sein müssen. Ich habe den Eindruck, wir müssen jedes Jahr noch vorsichtiger sein und müssen immer mehr in Sack und Asche gehen.
Keine Frage, dass wir uns unserer Geschichte bewusst bleiben müssen. Aber es kann nicht sein, dass der "nette" Herr Gauland (ein Politiker) in einer öffentlichen Rede ungestraft von Machtergreifung spricht und bei einem Fußballspiel geht das Wort "Vollgas" in einer Choreo nicht.
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Und hier im Thread wird man unverblümt als dumm bezeichnet, wenn man sich dagegen ausspricht.
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Mein Vater ist 1898 geboren ( war im 1.Weltkrieg ), meine Mutter 1901, meine drei älteren Brüder waren im 2. Weltkrieg ( Jahrgänge 1920, 1921, 1926 ). Ich bin Dresdner und saß 1945 als Kleinkind im Keller als Dresden bombardiert wurde. Die ganze Thematik mit Folgen für Denken und Handeln ist mir sehr vertraut, nicht nur aus Bildungsprozessen, sondern auch aus famliärem Erleben. Mittlerweile sind Jahrzehnte verstrichen.

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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von RudyMentaire » Montag 9. September 2019, 08:29

Atlan hat geschrieben:
Montag 9. September 2019, 08:14
opih42 hat geschrieben:
Montag 9. September 2019, 00:39
Mein Vater ist 1898 geboren ( war im 1.Weltkrieg ), meine Mutter 1901, meine drei älteren Brüder waren im 2. Weltkrieg ( Jahrgänge 1920, 1921, 1926 ). Ich bin Dresdner und saß 1945 als Kleinkind im Keller als Dresden bombardiert wurde. Die ganze Thematik mit Folgen für Denken und Handeln ist mir sehr vertraut, nicht nur aus Bildungsprozessen, sondern auch aus famliärem Erleben. Mittlerweile sind Jahrzehnte verstrichen.

Dieses Klugscheißergeschwätz, das derzeit ( nicht nur auf das Forum bezogen ) der eine oder andere abzieht, das geht mir an jegliches Denken und Empfinden - abstrus.
Mein Schwager ist im gleichen Jahr wie du geboren, er ist als kleines Kind mit der Familie aus Schlesien geflüchtet. Oma ist 1896 geboren, Opa war im 1.Weltkrieg und in englischer Kriegsgefangenschaft. Mit seinem dort erlernten Englisch hat er den Engländern 1945 erklärt, warum sie meinen Vater nicht in Gefangenschaft nehmen sollten. Vater war 45 kein Soldat mehr - 43 bereits aus der Armee entlassen. Die Verletzung auf der Krim hat ihn sein Leben lang zu schaffen gemacht, auch körperlich. Jahre später mussten immer noch Granatsplitter heraus operiert werden.

Bei meiner Geburt war der Krieg gerade 13 Jahre vorbei und hier meinen einige deutlich jüngere, so wie sie es beurteilen ist es richtig und wer ihnen nicht zustimmt ist dumm.
Nichts dagegen einzuwenden, wenn wir (diese jüngeren Mitglieder) nicht die gleiche Meinung haben. Aber eine Erbsünde gibt es in Deutschland nicht und warum man auch die kommenden X-Generationen noch damit belasten soll: Ihr müsst aber vorher überlegen, was ihr sagt oder tut - ihr wisst ja 1933-1945, was da passiert ist. Ist zwar schon lange her...
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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von Atlan » Montag 9. September 2019, 08:38

RudyMentaire hat geschrieben:
Montag 9. September 2019, 08:29
Atlan hat geschrieben:
Montag 9. September 2019, 08:14
opih42 hat geschrieben:
Montag 9. September 2019, 00:39
Mein Vater ist 1898 geboren ( war im 1.Weltkrieg ), meine Mutter 1901, meine drei älteren Brüder waren im 2. Weltkrieg ( Jahrgänge 1920, 1921, 1926 ). Ich bin Dresdner und saß 1945 als Kleinkind im Keller als Dresden bombardiert wurde. Die ganze Thematik mit Folgen für Denken und Handeln ist mir sehr vertraut, nicht nur aus Bildungsprozessen, sondern auch aus famliärem Erleben. Mittlerweile sind Jahrzehnte verstrichen.

Dieses Klugscheißergeschwätz, das derzeit ( nicht nur auf das Forum bezogen ) der eine oder andere abzieht, das geht mir an jegliches Denken und Empfinden - abstrus.
Mein Schwager ist im gleichen Jahr wie du geboren, er ist als kleines Kind mit der Familie aus Schlesien geflüchtet. Oma ist 1896 geboren, Opa war im 1.Weltkrieg und in englischer Kriegsgefangenschaft. Mit seinem dort erlernten Englisch hat er den Engländern 1945 erklärt, warum sie meinen Vater nicht in Gefangenschaft nehmen sollten. Vater war 45 kein Soldat mehr - 43 bereits aus der Armee entlassen. Die Verletzung auf der Krim hat ihn sein Leben lang zu schaffen gemacht, auch körperlich. Jahre später mussten immer noch Granatsplitter heraus operiert werden.

Bei meiner Geburt war der Krieg gerade 13 Jahre vorbei und hier meinen einige deutlich jüngere, so wie sie es beurteilen ist es richtig und wer ihnen nicht zustimmt ist dumm.
Nichts dagegen einzuwenden, wenn wir (diese jüngeren Mitglieder) nicht die gleiche Meinung haben. Aber eine Erbsünde gibt es in Deutschland nicht und warum man auch die kommenden X-Generationen noch damit belasten soll: Ihr müsst aber vorher überlegen, was ihr sagt oder tut - ihr wisst ja 1933-1945, was da passiert ist. Ist zwar schon lange her...
Au weia...
Moin, Rudy!
Musstest du das gleich zweimal posten, damit du auch richtig verstanden wirst? :lol:
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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von Gladbacher » Montag 9. September 2019, 08:44

jeck3108 hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 19:14
Gladbacher hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 15:44
Soweit haben es die Geisteskranken linken und die, die Geld von uns auf ewig wollen schon gebracht. Jetzt traut man sich in diesem Land nicht mal mehr „Vollgas“ zu schreiben.

Gott ist das lächerlich. Glückwunsch
Soweit ist das rechte Gesocks schon eingesickert in die Köpfe, des es ernsthaft überhaupt zur Debatte steht, ohne das einem das sofort auffällt, das das in diesem Rahmen nicht geht außer man will bewusst provozieren...
Ich hätt umgedreht Dich erleben wollen, was Du hier geschrieben hättest, wenn Koeman augenzwinkernd nen kleines Revival abgezogen hätte am passenden Ort im passenden Spiel.
ich hätts lustig gefunden und hätt alle nicht verstanden, die sich darüber aufregen... und hätt Koeman aber auch für nen verblödeten Trottel gehalten, wenn er sich danach darüber erstaunt gezeigt hätte, das die Aktion nicht so gut ankam und den Spieß hätte umdrehen wollen, was sich diese Korinthenkacker denn so aufregen
Das ist ja schon fast kaum zu ertragen, wie Du hier Tatsachen verdrehst. Jeder nicht hassende und nicht voll Wut steckende Deutsche wird jetzt seit bald 75 Jahren mit dem Dreck belangt und Du ziehst krampfhaft einen Bezug zu irgendwelchen Aktualitäten. Chapeau, denke Du hast beim Wort "Vollgas" auch schon wieder die Dollarzeichen gesehen die Deutschland dafür als Entschädigung hätte zahlen müssen.

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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von jeck3108 » Montag 9. September 2019, 09:53

Gladbacher hat geschrieben:
Montag 9. September 2019, 08:44
jeck3108 hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 19:14
Gladbacher hat geschrieben:
Samstag 7. September 2019, 15:44
Soweit haben es die Geisteskranken linken und die, die Geld von uns auf ewig wollen schon gebracht. Jetzt traut man sich in diesem Land nicht mal mehr „Vollgas“ zu schreiben.

Gott ist das lächerlich. Glückwunsch
Soweit ist das rechte Gesocks schon eingesickert in die Köpfe, des es ernsthaft überhaupt zur Debatte steht, ohne das einem das sofort auffällt, das das in diesem Rahmen nicht geht außer man will bewusst provozieren...
Ich hätt umgedreht Dich erleben wollen, was Du hier geschrieben hättest, wenn Koeman augenzwinkernd nen kleines Revival abgezogen hätte am passenden Ort im passenden Spiel.
ich hätts lustig gefunden und hätt alle nicht verstanden, die sich darüber aufregen... und hätt Koeman aber auch für nen verblödeten Trottel gehalten, wenn er sich danach darüber erstaunt gezeigt hätte, das die Aktion nicht so gut ankam und den Spieß hätte umdrehen wollen, was sich diese Korinthenkacker denn so aufregen
Das ist ja schon fast kaum zu ertragen, wie Du hier Tatsachen verdrehst. Jeder nicht hassende und nicht voll Wut steckende Deutsche wird jetzt seit bald 75 Jahren mit dem Dreck belangt und Du ziehst krampfhaft einen Bezug zu irgendwelchen Aktualitäten. Chapeau, denke Du hast beim Wort "Vollgas" auch schon wieder die Dollarzeichen gesehen die Deutschland dafür als Entschädigung hätte zahlen müssen.
Ja, tut mir ja nun leid, aber "ist 75 Jahre her" ist eben für mich kein Argument.
Genausowenig wie "ist 20 Jahre her" im Falle Koeman.

Und wenn Du mir jetzt nen Tip geben könntest, wie ich an den Entschädigungszahlungen partizipieren kann, dann hätt ich die vielleicht wirklich in den Augen... denn damit ist ja inzwischen alles entschuldbar, es muß sich nur rechnen.

ich bin durchaus bei Dir, das es für mich diesen vorrauseilenden Gehorsam nicht hätte geben müssen in Anbetracht der Wortwahl... für mich. Für mich hätt sich aber auch Koeman das Trikot durch die Ritze ziehen können, alles kein Aufreger für mich.
Die Welt könnte so schön sein, wenn alle nur so wären wie ich...

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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von Gladbacher » Montag 9. September 2019, 10:05

Ich verlange von Koeman dafür aber weder dauernd zu buckeln, sich zwanghaft schlecht zu fühlen, noch immer schön Kohle rüberwachsen zu lassen, ich möchte ihm dafür einfach nur jedesmal gerne eine in die Fresse hauen, wenn ich das verlogene Gesicht sehr. Schon ein Unterschied in der Herangehensweise.

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Re: Deutschland - Holland

Beitrag von Atlan » Montag 9. September 2019, 10:19

jeck3108 hat geschrieben:
Montag 9. September 2019, 09:53

Die Welt könnte so schön sein, wenn alle nur so wären wie ich...
Es wäre sehr traurig, wenn alle so wären wie du, aber zu deinem Glück würde sich dann niemand darüber aufregen.
Jeder hat einen Vogel und wer es nicht glaubt, hat zwei. :umbrella:

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