Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

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Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von magical » Mittwoch 27. Mai 2020, 13:53

https://www.express.de/news/panorama/ho ... t-36757040

Ich hab mir das betreffende Video auf yt angeschaut. Für mich ist das unfassbar mit welcher Gelassenheit der Polizist da ca. 10 min auf dem Nacken von dem Mann kniet, ein Hand in der Hosentasche. Der Mann fleht, er sagt ganz klar, dass er nicht mehr atmen kann.

Aber der Polizist lässt sich nicht erweichen, die letzten Minuten gibt der Mann auch keinen Mucks mehr von sich.

Wer sich da vergewissern will sei gewarnt, das sind für mich jedenfalls sehr verstörende, schockierende Bilder gewesen.

Ich weiß nicht ob der/die Polizist/en Rassisten sind oder welches Problem er/sie haben. Es mag sein, dass der Mann zunächst Widerstand geleistet hat. Aber da hat er 10 Minuten keinen mehr geleistet. Nichts rechtfertigt so ein Vorgehen, für mich ist es Mord. Ganz bewusst, ganz langsam, ganz gelassen.

https://youtu.be/KwITYR8Ijuo?t=295 beginnt bei 4:55
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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von bolz_platz_kind » Donnerstag 28. Mai 2020, 00:14

Ich habe lange überlegt, etwas zu Deinem Thread zu schreiben.
Eine solche Tat sollte aber nicht unkommentiert stehen bleiben. Einfach nur widerlich, wenn man einen Menschen beim sterben zusehen muss, obwohl er um sein Leben bettelt und selbst Passanten die Polizei auf ihre Fehler hinweist.

Mittlerweile ermittelt das FBI und die vier Polizisten wurden entlassen. Ich fordere die Höchststrafe für diese angeblichen "Ordnungshüter", denn beim letzten Vorfall dieser Art gab es nicht mal eine Anklage.


MfG
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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von Atlan » Donnerstag 28. Mai 2020, 06:53

bolz_platz_kind hat geschrieben:
Donnerstag 28. Mai 2020, 00:14
Ich habe lange überlegt, etwas zu Deinem Thread zu schreiben.
Eine solche Tat sollte aber nicht unkommentiert stehen bleiben. Einfach nur widerlich, wenn man einen Menschen beim sterben zusehen muss, obwohl er um sein Leben bettelt und selbst Passanten die Polizei auf ihre Fehler hinweist.

Mittlerweile ermittelt das FBI und die vier Polizisten wurden entlassen. Ich fordere die Höchststrafe für diese angeblichen "Ordnungshüter", denn beim letzten Vorfall dieser Art gab es nicht mal eine Anklage.

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Ich habe eigentlich erwartet, dass Acker1966 diese Tat als "regionale Randnotiz" abqualifiziert. Ist für diese Tat etwa ein rechtsextremer Hintergrund bekannt? :cat:
Zur Tat: Da stimme ich dir, Kind vom Bolzplatz, zu. Wer hat das eigentlich gefilmt, ohne einzugreifen? Okay, dann wäre der "Filmer" vielleicht erschossen worden...
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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von magical » Donnerstag 28. Mai 2020, 10:38

bolz_platz_kind hat geschrieben:
Donnerstag 28. Mai 2020, 00:14
Ich habe lange überlegt, etwas zu Deinem Thread zu schreiben.
Was ich gut nachvollziehen kann.

Da können einem eigentlich ja auch nur die Worte fehlen.
bolz_platz_kind hat geschrieben:
Donnerstag 28. Mai 2020, 00:14
....und selbst Passanten die Polizei auf ihre Fehler hinweist.
Und das über die gesamte Zeit. Die waren ja beharrlich.


Das Verhalten des Täters kann man ja noch versuchen zu ergründen. Und dann hart zu verurteilen. Aber, ich weiß nicht wo die anderen 2 Polizisten noch vor Ort waren. Sehen tut man ja noch den einen der das da quasi noch absichert. Und wortlos hinnimmt, oder unterstützt..ich weiß es nicht. es ist unglaublich
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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von magical » Donnerstag 28. Mai 2020, 10:41

Atlan hat geschrieben:
Donnerstag 28. Mai 2020, 06:53

...Wer hat das eigentlich gefilmt, ohne einzugreifen? Okay, dann wäre der "Filmer" vielleicht erschossen worden...
Naja, da standen ja einige Passanten rum. Und es wurde ja die ganze Zeit darauf hingewiesen, dass der Mann Hilfe braucht, dass der nicht mehr atmen kann etc.

Was willst Du da noch machen? Am Ende ist es doch gut, dass das zusätzlich noch festgehalten wurde. Und hätte mE eigentlich auch noch am ehesten dafür sorgen können, dass dieser Polizist irgendwann Skrupel bekommt.
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Bürgermeister Jacob Frey fordert Gerechtigkeit

Beitrag von magical » Donnerstag 28. Mai 2020, 14:44

Und das wie ich finde sehr nachdrücklich.

Er schildert den Fall so wie er zu sehen ist und schildert unter anderem auch, dass nichts was da zu sehen ist Teil einer Polizeiausbildung ist.

Macht auf mich einen sehr seriösen und mitfühlenden Eindruck.

https://www.youtube.com/watch?v=eAjUeXTf56s
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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von erpie » Freitag 29. Mai 2020, 10:46

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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von Atlan » Freitag 29. Mai 2020, 12:28

Nach dem Tod des Afroamerikaners
Ich frage mal: Ist die Bezeichnung "Afroamerikaner" nicht eine Diskriminierung?
Es ist, soweit ich es sehe, eine gängige Bezeichnung in den Medien und entspricht möglicherweise auch dem US-Recht.
Ich stelle mir gerade vor, dass hier in Deutschland über "Afrikadeutsche" berichtet würde...
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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von Linden » Freitag 29. Mai 2020, 13:33

Atlan hat geschrieben:
Freitag 29. Mai 2020, 12:28
Nach dem Tod des Afroamerikaners
Ich frage mal: Ist die Bezeichnung "Afroamerikaner" nicht eine Diskriminierung?
Es ist, soweit ich es sehe, eine gängige Bezeichnung in den Medien und entspricht möglicherweise auch dem US-Recht.
Ich stelle mir gerade vor, dass hier in Deutschland über "Afrikadeutsche" berichtet würde...
Bei uns gibt es den "Deutschtürken" der bei Zeiten bemüht wird. Ich meine die aktuelle Selbstbezeichnung ist Poc, also "People of Colour".
Ob die Betroffenen das "Afro-" als diskriminierend empfinden ist wohl was sehr individuelles.

In einer perfekten Welt würde über den Tod eines "Amerikaners" oder Menschen berichtet werden. Wobei diese schreckliche Tat in einer perfekten Welt gar nicht passiert wäre.
Machen wir uns nix vor, die Menschheit ist grundsätzlich einfach krass bescheuert.

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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von Atlan » Freitag 29. Mai 2020, 14:53

Linden hat geschrieben:
Freitag 29. Mai 2020, 13:33
Atlan hat geschrieben:
Freitag 29. Mai 2020, 12:28
Nach dem Tod des Afroamerikaners
Ich frage mal: Ist die Bezeichnung "Afroamerikaner" nicht eine Diskriminierung?
Es ist, soweit ich es sehe, eine gängige Bezeichnung in den Medien und entspricht möglicherweise auch dem US-Recht.
Ich stelle mir gerade vor, dass hier in Deutschland über "Afrikadeutsche" berichtet würde...
Bei uns gibt es den "Deutschtürken" der bei Zeiten bemüht wird. Ich meine die aktuelle Selbstbezeichnung ist Poc, also "People of Colour".
Ob die Betroffenen das "Afro-" als diskriminierend empfinden ist wohl was sehr individuelles.

In einer perfekten Welt würde über den Tod eines "Amerikaners" oder Menschen berichtet werden. Wobei diese schreckliche Tat in einer perfekten Welt gar nicht passiert wäre.
:thumbup: Danke!
Sehe ich auch so. Aber "No States is perfect". The World sowieso nicht.
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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von erpie » Freitag 29. Mai 2020, 15:33

Er dreht die Schraube weiter...
In diesem Moment der Wut zerstört der Präsident in wenigen Zeilen jede Chance auf Versöhnung und zeigt, wo er steht. Er könne sich nicht zurückhalten und zusehen, was mit der großartigen amerikanischen Stadt Minneapolis passiere. Wenn der "sehr schwache" und "radikal linke" Bürgermeister die Situation nicht unter Kontrolle bringe, werde er die Nationalgarde schicken (die der Gouverneur von Minnesota längst mobilisiert hat) und "den Job richtig erledigen".

Was das heißt? "Wenn das Plündern beginnt, beginnt das Schießen", schreibt Trump, und der historische Bezug kann kein Zufall sein. Mit ebendiesen Worten hatte 1967 der weiße Polizeichef von Miami, Walter Headley, eine aggressive Strategie gegenüber schwarzen Communities angekündigt. "Dies ist Krieg, ich meine es ernst", hatte er als Parole ausgegeben. Man werde Hunde und Waffen einsetzen, stop and frisk wurde zur Regel, also Kontrollen und Leibesvisitationen, für die es keinen weiteren Verdacht brauchte als die Hautfarbe. Hadley ließ Proteste gegen Polizeigewalt brutal niederschlagen. Und er sagte auch: "Es stört uns nicht, wenn man uns Polizeibrutalität vorwirft." Sie, die Negroes, wie es damals selbst in der New York Times ganz selbstverständlich hieß, hätten ja noch gar keine Vorstellung davon, was komme: "They haven’t seen anything yet."
https://www.zeit.de/politik/2020-05/tru ... hreitungen
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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von Atlan » Samstag 30. Mai 2020, 08:54

In dem am Freitag veröffentlichten Haftbefehl für den Ex-Polizisten hieß es, dieser habe sein Knie insgesamt acht Minuten und 46 Sekunden auf den Nacken Floyds gedrückt. In den letzten zwei Minuten und 53 Sekunden habe Floyd keine Lebenszeichen mehr gezeigt. Polizisten müssten auf Basis ihrer Ausbildung wissen, dass diese Art des Festhaltens eines Verdächtigen grundsätzlich gefährlich sei.

Im Haftbefehl hieß es weiter, der Gerichtsmediziner gehe nach vorläufigen Erkenntnissen davon aus, dass Floyd nicht erstickt sei. Der 46-Jährige habe unter anderen gesundheitlichen Problemen gelitten, die gemeinsam mit der Festsetzung und möglichen Rauschmitteln in seinem Blut vermutlich zu seinem Tod geführt hätten. Dem Ex-Polizisten werden Mord und Totschlag vorgeworfen. Ihm drohen nach den Gesetzen in Minnesota insgesamt bis zu 35 Jahre Haft.
https://www.t-online.de/nachrichten/aus ... iter-.html
Da wird das Urteil wohl milde ausfallen. Der Mann ist ja durch seine Vorerkrankungen gestorben... :pukey:
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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von erpie » Montag 1. Juni 2020, 10:36

Der Wahnsinn hat leider System. Es ist einfach nur noch empörend und macht nur noch wütend was in den USA geschieht!
Der Mord an George Floyd geschah, symbolbeladen, am Memorial Day, Amerikas Nationaltrauertag, und es war der eine Vorfall, der eine Tod zu viel. Im New Yorker Central Park war, kurz zuvor an eben jenem Montag, der Schwarze Christian Cooper beim Beobachten von Vögeln ("Birdwatching") auf Amy Cooper gestoßen, die ihren Hund nicht anleinte und auf seine Bitten mit dem Griff zu Telefon antwortete: Sie werde den Polizisten "sagen, dass ein afroamerikanischer Mann mein Leben bedroht".

Bereits am 25. Februar war in Brunswick, Georgia, der unbewaffnete schwarze Jogger Ahmaud Arbery von den beiden Weißen Gregory McMichael und Travis McMichael, Vater und Sohn, erschossen worden; die Ermittlungen waren eingestellt worden, da Gregory McMichael ehemaliger Polizist war. Und am 13. März 2020 war die gleichfalls unbewaffnete Breonna Taylor, Rettungssanitäterin, in ihrer eigenen Wohnung in Louisville, Kentucky, von drei Polizisten erschossen worden; die Cops hatten im Drogeneinsatz Adressen verwechselt. Eine Systemfrage? Eine Kulturfrage? Selbstverständlich.
...
Am Freitag führten seine Helfer Trump in den Bunker des Weißen Hauses, da es draußen vor der Tür bedrohlich zu werden schien. Trump möge aufhören zu twittern, das rieten ihm die Helfer. Aber das konnte er nicht. Der Präsident beschimpfte demokratische Bürgermeister, die er für "weich" und "schwach" hält. Er beschimpfte die Medien als "Volksfeinde", beschimpfte die Firma Twitter, die eine seiner Botschaften (jenes "Wenn die Plünderungen beginnen, beginnt das Schießen") als gewaltverherrlichend eingestuft hatte.

Er unterstellte dem MSNBC-Moderator Joe Scarborough, 2001 eine 28jährige Mitarbeiterin ermordet zu haben, obwohl diese an einem Herzfehler gestorben und Scarborough viele hundert Kilometer entfernt gewesen war. Er beschimpfte die Demonstranten als "thugs" (Schläger), was ein rassistisch aufgeladenes Wort ist, beschimpfte die Demokratische Partei und sagte, dass diese die kommenden Wahlen manipulieren würde, und retweetete schließlich die Botschaft, dass "nur ein toter Demokrat ein guter Demokrat" sei.
https://www.zeit.de/politik/ausland/202 ... ettansicht
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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von erpie » Montag 1. Juni 2020, 10:51

Es spitzt sich immer mehr zu. Kann es zu einem "Bürgerkrieg" kommen?
Erschreckende Bilder von einem Protest in Minneapolis: Ein Lkw fährt in eine Menschenmenge. Nach offiziellen Angaben wurde kein Demonstrant verletzt.
https://www.tagesspiegel.de/politik/esk ... 76900.html
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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von magical » Montag 1. Juni 2020, 16:27

Im Moment ist es so, dass das der Tropfen zuviel war.

Dennoch hoffe ich sehr, dass sich das jetzt erstmal wieder beruhigt und die Menschen bis zur nächsten Wahl im Herbst Geduld haben und dann in der Mehrheit das Kreuz an der richtigen Stelle machen.

Auf Dauer braucht es grundsätzliche Veränderungen, quasi in allem. Allen voran im Sozial- und Gesundheitswesen.

Ich hab allerdings keine Ahnung wie verbreitet Rassismus in der Polizei ist. Ich weiß ja nicht mal ob der Mord an George Floyd rassistisch motiviert war oder was genau da stellenweise nicht stimmt.

Das sind alles komplexe Themen.

Was ich weiß ist, dass dieser Präsidentendarsteller eher was für ne sitcom wäre, denn einem politischen Amt dessen Verantwortungsprofil man sich bewusst sein muss und dem er nie gewachsen sein wird, weil ihm schlicht die Intelligenz und das Ehrgefühl fehlt.

Und dass dieser deshalb in Krisen alles immer nur noch schlimmer machen wird.
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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von Atlan » Dienstag 2. Juni 2020, 07:56

Der Afroamerikaner George Floyd starb bei einer Festnahme in Minneapolis. Bislang wird ein Polizist des Mordes beschuldigt – doch laut einer zweiten Autopsie sind auch seine Kollegen mitverantwortlich.

Der Afroamerikaner George Floyd ist laut einer von seiner Familie in Auftrag gegebenen Autopsie bei seiner Festnahme von der Polizei erstickt worden. Die beauftragten unabhängigen Mediziner hätten "Erstickung durch anhaltenden Druck als Todesursache" festgestellt, sagte Anwalt Ben Crump am Montag in Minneapolis. Druck auf Floyds Nacken habe die Blutzufuhr zum Gehirn unterbrochen; Druck auf Floyds Rücken habe eine Ausweitung der Lunge verhindert.
https://www.t-online.de/nachrichten/pan ... tickt.html
Ob sich dieses Ergebnis der Autopsie auf das Urteil auswirkt?
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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von magical » Dienstag 2. Juni 2020, 14:47

Atlan hat geschrieben:
Dienstag 2. Juni 2020, 07:56

Ob sich dieses Ergebnis der Autopsie auf das Urteil auswirkt?
Von offizieller Seite wurde ja was komplett anderes berichtet. Dass er ner Herzvorerkrankung, Bluthochdruck gehabt hätte. War nicht auch zu lesen, dass er zuvor Drogen konsumiert hätte?

Das ist jetzt jedenfalls sehr interessant. Könnte mir vorstellen, dass es da noch auf das Renommee der beiden Ärzte ankommt. Vielleicht wird ja jetzt noch ein 3. Gutachten erstellt. An der Stelle des Gutachters der da Mist gebaut hat möchte ich jedenfalls nicht sein.
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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von magical » Dienstag 2. Juni 2020, 16:48

https://www.youtube.com/watch?v=_ROiZ8nmgN0


schöne und wie ich finde richtige Worte von Terence Floyd dem Bruder von George Floyd.
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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von Linden » Dienstag 2. Juni 2020, 17:36

Machen wir uns nix vor, die Menschheit ist grundsätzlich einfach krass bescheuert.

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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von erpie » Dienstag 2. Juni 2020, 18:48

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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von Depp72 » Dienstag 2. Juni 2020, 20:59

Kann nicht jeder zum Mörder werden? Muss man sich dafür verkleiden?
Von uns die Arbeit, von Gott den Segen.

https://www.youtube.com/watch?v=0pJcQIKD-wY

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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von Atlan » Dienstag 2. Juni 2020, 21:00

Depp72 hat geschrieben:
Dienstag 2. Juni 2020, 20:59
Kann nicht jeder zum Mörder werden? Muss man sich dafür verkleiden?
Eine Maske tragen - und diese öfter wechseln - hilft, könnte aktuell ausreichen.
Grün/Weiße Grüße :wave:
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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von TiSa667 » Mittwoch 3. Juni 2020, 23:42

Atlan hat geschrieben:
Samstag 30. Mai 2020, 08:54
In dem am Freitag veröffentlichten Haftbefehl für den Ex-Polizisten hieß es, dieser habe sein Knie insgesamt acht Minuten und 46 Sekunden auf den Nacken Floyds gedrückt. In den letzten zwei Minuten und 53 Sekunden habe Floyd keine Lebenszeichen mehr gezeigt. Polizisten müssten auf Basis ihrer Ausbildung wissen, dass diese Art des Festhaltens eines Verdächtigen grundsätzlich gefährlich sei.

Im Haftbefehl hieß es weiter, der Gerichtsmediziner gehe nach vorläufigen Erkenntnissen davon aus, dass Floyd nicht erstickt sei. Der 46-Jährige habe unter anderen gesundheitlichen Problemen gelitten, die gemeinsam mit der Festsetzung und möglichen Rauschmitteln in seinem Blut vermutlich zu seinem Tod geführt hätten. Dem Ex-Polizisten werden Mord und Totschlag vorgeworfen. Ihm drohen nach den Gesetzen in Minnesota insgesamt bis zu 35 Jahre Haft.
https://www.t-online.de/nachrichten/aus ... iter-.html
Da wird das Urteil wohl milde ausfallen. Der Mann ist ja durch seine Vorerkrankungen gestorben... :pukey:
Oder wie Boris Palmer sagen würde: "Er hat nur jemanden getötet, der aufgrund seiner Vorerkrankungen möglicherweise sowieso bald gestorben wäre."
Artikel 2 GG:

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von erpie » Freitag 5. Juni 2020, 14:29

Die Carolin Kebekus Show war am Donnerstagabend ernster als sonst. Keine Stand-up-Comedy zu Beginn, sondern eine wichtige Botschaft. Rassismus, so Kebekus, tötet nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland. "Damit müssen wir uns alle auseinandersetzen. Auch wenn es wehtut." Und da die ARD bislang dazu keinen Brennpunkt gemacht hat, sagt Kebekus, "machen wir einfach einen", präsentiert von der Moderatorin Shary Reeves. "Menschen mit heller Haut können nicht nachempfinden, was Menschen mit dunkler Haut fast täglich an Benachteiligung widerfährt", sagte Reeves in ihrer Einleitung. Und weil das so ist, hat sie Freunde gefragt, was die erleben.
https://blog.zeit.de/teilchen/2020/06/0 ... rassismus/
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Re: Mörder als Polizisten verkleidet in Minneapolis

Beitrag von Eckfahnenfan » Freitag 5. Juni 2020, 14:50

erpie hat geschrieben:
Freitag 5. Juni 2020, 14:29
Die Carolin Kebekus Show war am Donnerstagabend ernster als sonst. Keine Stand-up-Comedy zu Beginn, sondern eine wichtige Botschaft. Rassismus, so Kebekus, tötet nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland. "Damit müssen wir uns alle auseinandersetzen. Auch wenn es wehtut." Und da die ARD bislang dazu keinen Brennpunkt gemacht hat, sagt Kebekus, "machen wir einfach einen", präsentiert von der Moderatorin Shary Reeves. "Menschen mit heller Haut können nicht nachempfinden, was Menschen mit dunkler Haut fast täglich an Benachteiligung widerfährt", sagte Reeves in ihrer Einleitung. Und weil das so ist, hat sie Freunde gefragt, was die erleben.
https://blog.zeit.de/teilchen/2020/06/0 ... rassismus/
Tipp aus Nairobi:
Einfach zu Hause bleiben. Dann passiert auch nix an Diskriminierung.
"Mit mir wäre 1974 Holland und damit nur ein Deutscher Weltmeister geworden." (Ente Lippens)

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