Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

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Linden
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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von Linden » Mittwoch 27. Mai 2020, 20:27

Jetzt weiß ich auch worauf du hängengeblieben bist :smokingjoint:

:thumbup:
Machen wir uns nix vor, die Menschheit ist grundsätzlich einfach krass bescheuert.

Ceterum censeo ruborem taurum esse delendam.

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magical
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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von magical » Mittwoch 27. Mai 2020, 20:32

Die mail und die Erbetung einer Antwort innerhalb 1 Stunde, das ist schon ganz großes Kino. :roll:

In Zeiten von "fake-news"-geschreie von Rechten bin ich allerdings bemüht alles fein säuberlich auseinander zu halten.


Ich denke auch, dass Drosten das genau richtig gemacht hat. Früher war das nicht so möglich sich zu wehren.
Trap: "Iss Mehrweg... muss Du zurüück briingen!"

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Acker1966
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Morddrohung Drosten/Lauterbach

Beitrag von Acker1966 » Mittwoch 27. Mai 2020, 21:47

Am teutschen Wesen mag die Welt genesen

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Depp72
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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von Depp72 » Mittwoch 27. Mai 2020, 21:55

Eckfahnenfan hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 20:09
Aber dass Dir hier die einzig vernünftige Forderung nicht fehlt, finde ich ganz schwach:
Enteignet Springer!
Warum und was würde dadurch besser?
Von uns die Arbeit, von Gott den Segen.

https://www.youtube.com/watch?v=0pJcQIKD-wY

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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von alemao82 » Mittwoch 27. Mai 2020, 22:41

Depp72 hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 18:59
Hoellenvaart hat geschrieben:
Dienstag 26. Mai 2020, 21:54
die BLÖD ist immer noch dasselbe drecksblatt wie zu zeiten von Wallraffs AUFMACHER.
Nach vier Jahrzehnten noch immer dasselbe? Erstaunlich! Geheime Frischzellenkur? Dr. Hoelle weiß mehr und hat als erstes mit der alten Bild-Zeitung geredet. Bleiben Sie dran!

alemao82 hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 18:10
Ganz Deutschland sollte diese Kacke boykottieren, aber es gibt genug, die diesen Dreck kaufen oder zumindest klicken. ÜBrigens auch hier.
Jo, icke. Ganz Deutschland? Darunter macht es der gemeine Deutsche nicht. Egal, ob links, liberal, konservativ oder Nazi. Hauptsache biiiiiiig thinking. In Deutschland kennt man nur Herr oder Knecht. Vielleicht doch genetisch bedingt?

Ganz fiese Bild-Nummer mit Drosten. Auflage, Rache....vermutlich eine Mischung daraus. Eine von vielen fiesern Nummern in den letzten Jahrzehnten. Aber all das gutmenschliche Geheule hier....? Wenn die nächste Top-Verpflichtung ansteht oder das Gehaltsgefüge durchleuchtet wird, dann ignoriert ein alemao selbstverständlich alle Springer-...pardon, Bild-Informationen. Fehlt noch jemand, der dazu aufruft, alle Leute aus dem Bekanntenkreis zu ignorieren, die für Bild/Springer arbeiten, um sich damit nicht gemein zu machen.

Drosten hat das aus meiner Sicht top gehändelt. :love: Ebenso seine Kollegen, die als vermeintliche Belege der Bild-Stimmungs- und Auflagenmache zitiert wurden. Dass er Mail und Telenummer veröffentlich hat, war Mist, aber dass schreibe ich seiner Unerfahrenheit mit Medien und dem aktuellen Druck zu. Hat letztlich keinen falschen getroffen. Piatov und Reichelt: Mit gestrecktem Bein und ohne Rücksicht in den Gegner, aber wenn der dann 'Buuuh' sagt, hinwerfen und rumheulen. Eckliger ist schwer.
Es ist mir scheißegal, wann und wie ich von einem Transfer erfahre, wenn dafür diese menschliche Niedertracht, dieser Abschaum, der Menschen in Depression und Verzweiflung getrieben hat und immer noch treibt, endlich ein Ende hat (nicht übertrieben, lies bitte mal Wallraff). Ich finde es echt charakterlich bodenlos von jedem, der das liest und ja, du warst angesprochen. Weiß nicht, warum du das nötig hast. Aber keine Angst, ich ignoriere dich deshalb nicht. Im Gegenteil, ich werde dich immer wieder daran erinnern, wie scheiße ich es finde. :smileygiantred:

P.S.: Boykottiere sämtiche Springer-Produkte (auch die kostenlosen online-Versionen) und habe glaube ich noch nie einen Cent dafür ausgegeben.
"Das hätte heute auch acht- oder neunstellig für uns ausgehen können." (M. Arnautovic)

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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von alemao82 » Mittwoch 27. Mai 2020, 22:44

Depp72 hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 21:55
Eckfahnenfan hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 20:09
Aber dass Dir hier die einzig vernünftige Forderung nicht fehlt, finde ich ganz schwach:
Enteignet Springer!
Warum und was würde dadurch besser?
Die Welt und unser aller Leben.
"Das hätte heute auch acht- oder neunstellig für uns ausgehen können." (M. Arnautovic)

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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von Eckfahnenfan » Mittwoch 27. Mai 2020, 23:39

Depp72 hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 21:55
Eckfahnenfan hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 20:09
Aber dass Dir hier die einzig vernünftige Forderung nicht fehlt, finde ich ganz schwach:
Enteignet Springer!
Warum und was würde dadurch besser?
Womöglich hätte ich es in der Aldikassenwarteschlange mit etwas weniger Nachfrage nach Zivilisationsnachhilfeunterricht zu tun. Wäre doch schon mal was.
"Mit mir wäre 1974 Holland und damit nur ein Deutscher Weltmeister geworden." (Ente Lippens)

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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von Depp72 » Donnerstag 28. Mai 2020, 01:16

alemao82 hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 22:41
wenn dafür diese menschliche Niedertracht, dieser Abschaum, der Menschen in Depression und Verzweiflung getrieben hat und immer noch treibt, endlich ein Ende hat (nicht übertrieben, lies bitte mal Wallraff).
Wallraff habe ich sehr wahrscheinlich vor dir gelesen. Nicht wegen meiner Intelligenz oder meiner Aufrichtigkeit, sondern weil älter.
alemao82 hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 22:41
Ich finde es echt charakterlich bodenlos von jedem, der das liest und ja, du warst angesprochen. Weiß nicht, warum du das nötig hast.
Was ich früher mal charakterlich bodenlos fand, ist nicht immer das, was ich heute.....
Und ich hab mich noch nicht mal konkret von dir angesprochen gefühlt. Wir sind hier in einem Forum, da werde ich nicht alles auf die Goldwaage legen oder mich ohne konkrete Ansprache automatisch angesprochen fühlen. Nötig habe ich es eh nicht, da ich glücklicherweise nicht bedürftig bin. Ich lese sie ab und an; ich zitiere sie ab und an; und ich halte ihre häufige Oberflächlichkeit und Vorverurteilung für falsch. Aber nicht ursächlich oder am Ende entscheidend dafür, was Otto + Gesine Normalverbraucher im Alltag daraus machen. Das ist einzig allein deren Entscheidung. So wie sich jeder Deutsche mit 15 plus X entscheiden konnte, im 2. Weltkrieg zum Mörder/Helfershelfer zu werden, oder nicht. Wenn ich die Wahrscheinlichkeit nehme, wäre auch aus mir zu 80 % ein Weggucker oder gar ein Täter geworden. In dem Fall tatsächlich die Gnade der späten Geburt.
alemao82 hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 22:41
Aber keine Angst, ich ignoriere dich deshalb nicht.
Könntest du bestimmt, willste aber gar nicht. :wink:
Und abgesehen von privaten und persönlichen Entscheidungen, sind solche öffentlichen Aussagen (''letzte Ansage''...) fast immer für den Arsch und als für alle öffentliche Nachricht überflüssig.

Eckfahnenfan hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 23:39
Womöglich hätte ich es in der Aldikassenwarteschlange mit etwas weniger Nachfrage nach Zivilisationsnachhilfeunterricht zu tun. Wäre doch schon mal was.
Aldi, bieten die jetzt 2 Cent mehr Mindestlohn als Lidl beim Warten?
Wenn ich Zivilisationsnachhilfeunterricht geben müsste, dann würde ich zunächst ab und an bei mir anfangen. Mehr Zivilisation? Mehr zivilgesellschaftliches Engagement. Ob nun organisiert oder einzeln. In der Praxis vor Ort. Dem rassistischen Arschloch sagen, dass er die Fresse halten soll, dem Verschwörungstheoretiker, dem Frauen- und Schwulenhasser und Antisemiten Einhalt gebieten? Prima! Aber bitte in erster Linie vor Ort, nicht nur im Internet. Das traue ich dir sogar zu.

Was würde sich bei einer Springer-Enteignung signifikant verbessern? Außer, dass man ein Schenopfer bringt und Walter-Borjans, Wagenknecht und Trittin den Renteneintritt nach hinten verschieben könnten.
Von uns die Arbeit, von Gott den Segen.

https://www.youtube.com/watch?v=0pJcQIKD-wY

hattrick1011

Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von hattrick1011 » Donnerstag 28. Mai 2020, 01:59

Wem "Bild" ein Medium zur Information ist, der ist zu "blöd" zu begreifen, was deren Philosophie ist - Klamauk für Kasse machen. Und, wenn sie absoluten Unfug publiziert hatten, dann gab es auf der letztzen Seite vorm Impressum eine Minimal"entschuldigung" im Zwergentext - nur mit Lupe erkennbar.
Dass das in Deutschland gut funktioniert, das ist ein Spiegelbild der Allgemeinbildung, die hier gepflegt und vermittelt wird.

Auf dem Wissenschaftssektor - und darum geht in diesem Zusammenhang - sind sie die absoluten Blindfische, weil sie nur Absatz abfischen wollen - für kolportierte Aussagen, die andere "verblöden", damit die das Blatt interessant finden und kaufen.

Diese Erfahrung habe ich vor 30 Jahren schon eingesammelt - als "Bild" im Osten zu lesen war. Ich habe das sehr schnell wieder gelassen, weil das nicht nur mit Manipulation zu tun hat, sondern mit Volksverdummung.

Ausnahmsweise mal ein :wuerg: , den ich hier erstmals in einem Forum benutze

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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von Atlan » Donnerstag 28. Mai 2020, 06:46

hattrick1011 hat geschrieben:
Donnerstag 28. Mai 2020, 01:59
Ausnahmsweise mal ein :wuerg: , den ich hier erstmals in einem Forum benutze
So langsam gewöhnst du dich an dieses Forum. :wink:
Mit deiner Meinung zur Bild hast du natürlich recht. :thumbup:
Grün/Weiße Grüße :wave:
Lieber erhöhen wir das Tempo, mit dem wir gegen die Wand rasen, als unsere Meinung zu ändern.

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Acker1966
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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von Acker1966 » Donnerstag 28. Mai 2020, 07:52

alemao82 hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 22:41
Depp72 hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 18:59
Hoellenvaart hat geschrieben:
Dienstag 26. Mai 2020, 21:54
die BLÖD ist immer noch dasselbe drecksblatt wie zu zeiten von Wallraffs AUFMACHER.
Nach vier Jahrzehnten noch immer dasselbe? Erstaunlich! Geheime Frischzellenkur? Dr. Hoelle weiß mehr und hat als erstes mit der alten Bild-Zeitung geredet. Bleiben Sie dran!

alemao82 hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 18:10
Ganz Deutschland sollte diese Kacke boykottieren, aber es gibt genug, die diesen Dreck kaufen oder zumindest klicken. ÜBrigens auch hier.
Jo, icke. Ganz Deutschland? Darunter macht es der gemeine Deutsche nicht. Egal, ob links, liberal, konservativ oder Nazi. Hauptsache biiiiiiig thinking. In Deutschland kennt man nur Herr oder Knecht. Vielleicht doch genetisch bedingt?

Ganz fiese Bild-Nummer mit Drosten. Auflage, Rache....vermutlich eine Mischung daraus. Eine von vielen fiesern Nummern in den letzten Jahrzehnten. Aber all das gutmenschliche Geheule hier....? Wenn die nächste Top-Verpflichtung ansteht oder das Gehaltsgefüge durchleuchtet wird, dann ignoriert ein alemao selbstverständlich alle Springer-...pardon, Bild-Informationen. Fehlt noch jemand, der dazu aufruft, alle Leute aus dem Bekanntenkreis zu ignorieren, die für Bild/Springer arbeiten, um sich damit nicht gemein zu machen.

Drosten hat das aus meiner Sicht top gehändelt. :love: Ebenso seine Kollegen, die als vermeintliche Belege der Bild-Stimmungs- und Auflagenmache zitiert wurden. Dass er Mail und Telenummer veröffentlich hat, war Mist, aber dass schreibe ich seiner Unerfahrenheit mit Medien und dem aktuellen Druck zu. Hat letztlich keinen falschen getroffen. Piatov und Reichelt: Mit gestrecktem Bein und ohne Rücksicht in den Gegner, aber wenn der dann 'Buuuh' sagt, hinwerfen und rumheulen. Eckliger ist schwer.
Es ist mir scheißegal, wann und wie ich von einem Transfer erfahre, wenn dafür diese menschliche Niedertracht, dieser Abschaum, der Menschen in Depression und Verzweiflung getrieben hat und immer noch treibt, endlich ein Ende hat (nicht übertrieben, lies bitte mal Wallraff). Ich finde es echt charakterlich bodenlos von jedem, der das liest und ja, du warst angesprochen. Weiß nicht, warum du das nötig hast. Aber keine Angst, ich ignoriere dich deshalb nicht. Im Gegenteil, ich werde dich immer wieder daran erinnern, wie scheiße ich es finde. :smileygiantred:

P.S.: Boykottiere sämtiche Springer-Produkte (auch die kostenlosen online-Versionen) und habe glaube ich noch nie einen Cent dafür ausgegeben.
Dito. Noch nie was von denen gekauft.
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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von Skymarshall » Donnerstag 28. Mai 2020, 08:09

BILD ! Absolute Pflichtlektüre !
Ich habe das nötige Mitleid um dich nicht völlig zu pulverisieren.

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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von erpie » Donnerstag 28. Mai 2020, 08:28

Hier ein Gastbeitrag aus dem Tagesspiegel
Kekulé ist Arzt und Biochemiker. Er hat den Lehrstuhl für Medizinische Mikrobiologie und Virologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg inne und ist Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Halle.

Der Streit um den Berliner Virologen Christian Drosten und seine aktuelle Studie ist so brisant, weil es eigentlich gar nicht um Christian Drosten und seine Studie geht. Stattdessen hat sich die öffentliche Debatte an zwei Gefechtslinien entzündet, an denen schon vorher Pulverfässer vergraben waren.
https://www.tagesspiegel.de/wissen/stud ... 66488.html

Drosten hat schon reagiert:
Kekulé macht Stimmung. Seine Darstellung ist tendenziös. Er kennt unsere Daten nicht und zitiert falsch. Kekulé selbst könnte man nicht kritisieren, dazu müsste er erstmal etwas publizieren. https://www.tagesspiegel.de/wissen/stud ... 66488.html
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
(Oscar Wilde)
Gruß
erpie

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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von Linden » Donnerstag 28. Mai 2020, 09:30

Hier der Beitrag über Drostens Reaktion:

https://m.tagesspiegel.de/wissen/wueten ... 67856.html
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2. Verein: Nächster Gegner von Werder...;-)))

Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von Pk-hh » Donnerstag 28. Mai 2020, 10:22

Die beiden betreiben einen Kindergarten, den der eine eigentlich schließen wollte.
Aktuell auch Drosten auf Twitter.
Kekulé selbst könnte man nicht kritisieren, dazu müsste er erstmal etwas publizieren.
Ich hab von beiden in letzter Zeit bisher nur etwas von Studien und in Statements Talkshows vernommen.

Was genau macht ein Virologe eigentlich?
Außer Kommunikationswissenschaften zu studieren.....

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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von alemao82 » Donnerstag 28. Mai 2020, 11:18

Depp72 hat geschrieben:
Donnerstag 28. Mai 2020, 01:16
alemao82 hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 22:41
wenn dafür diese menschliche Niedertracht, dieser Abschaum, der Menschen in Depression und Verzweiflung getrieben hat und immer noch treibt, endlich ein Ende hat (nicht übertrieben, lies bitte mal Wallraff).
Wallraff habe ich sehr wahrscheinlich vor dir gelesen. Nicht wegen meiner Intelligenz oder meiner Aufrichtigkeit, sondern weil älter.
alemao82 hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 22:41
Ich finde es echt charakterlich bodenlos von jedem, der das liest und ja, du warst angesprochen. Weiß nicht, warum du das nötig hast.
Was ich früher mal charakterlich bodenlos fand, ist nicht immer das, was ich heute.....
Und ich hab mich noch nicht mal konkret von dir angesprochen gefühlt. Wir sind hier in einem Forum, da werde ich nicht alles auf die Goldwaage legen oder mich ohne konkrete Ansprache automatisch angesprochen fühlen. Nötig habe ich es eh nicht, da ich glücklicherweise nicht bedürftig bin. Ich lese sie ab und an; ich zitiere sie ab und an; und ich halte ihre häufige Oberflächlichkeit und Vorverurteilung für falsch. Aber nicht ursächlich oder am Ende entscheidend dafür, was Otto + Gesine Normalverbraucher im Alltag daraus machen. Das ist einzig allein deren Entscheidung. So wie sich jeder Deutsche mit 15 plus X entscheiden konnte, im 2. Weltkrieg zum Mörder/Helfershelfer zu werden, oder nicht. Wenn ich die Wahrscheinlichkeit nehme, wäre auch aus mir zu 80 % ein Weggucker oder gar ein Täter geworden. In dem Fall tatsächlich die Gnade der späten Geburt.
alemao82 hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 22:41
Aber keine Angst, ich ignoriere dich deshalb nicht.
Könntest du bestimmt, willste aber gar nicht. :wink:
Und abgesehen von privaten und persönlichen Entscheidungen, sind solche öffentlichen Aussagen (''letzte Ansage''...) fast immer für den Arsch und als für alle öffentliche Nachricht überflüssig.

Eckfahnenfan hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 23:39
Womöglich hätte ich es in der Aldikassenwarteschlange mit etwas weniger Nachfrage nach Zivilisationsnachhilfeunterricht zu tun. Wäre doch schon mal was.
Aldi, bieten die jetzt 2 Cent mehr Mindestlohn als Lidl beim Warten?
Wenn ich Zivilisationsnachhilfeunterricht geben müsste, dann würde ich zunächst ab und an bei mir anfangen. Mehr Zivilisation? Mehr zivilgesellschaftliches Engagement. Ob nun organisiert oder einzeln. In der Praxis vor Ort. Dem rassistischen Arschloch sagen, dass er die Fresse halten soll, dem Verschwörungstheoretiker, dem Frauen- und Schwulenhasser und Antisemiten Einhalt gebieten? Prima! Aber bitte in erster Linie vor Ort, nicht nur im Internet. Das traue ich dir sogar zu.

Was würde sich bei einer Springer-Enteignung signifikant verbessern? Außer, dass man ein Schenopfer bringt und Walter-Borjans, Wagenknecht und Trittin den Renteneintritt nach hinten verschieben könnten.
Wenn du Wallraff gelesen hast, musst du doch aber eine Meinung zu den Praktiken von BILD haben. Entweder sagst du "mir egal, die Welt (also jetzt nicht die Zeitung) ist eh Scheiße, darauf kommts also auch nicht mehr an". Oder du verurteilst es. Da du, wie ich deinen Kommentaren entnehme, Option 2 nicht komplett ablehnst, würde mich interessieren, wieso du so etwas auch finanziell unterstützenswürdig findest. Bodenlos bleibt eben doch bodenlos, da gehts nicht um politische Einstellungen oder Renteneintrittsalter, sondern um Anstand. Ist ja nicht so, dass das ab und zu passiert, Hetze und Polarisierung sind das Business-Modell dieser Zeitung. Und den 2.WK-Vergleich finde ich extrem unpassend und bedenklich. BILD nicht zu lesen hat m.E. nur Vorteile (z.B. mehr Geld, bessere mentale Gesundheit, niedrigerer Blutdruck), während fehlende Adolf-Unterstützung so minimale Nebenwirkungen wie Folter oder Tod nach sich ziehen konnte.

Das einzig Gute ist: Die BILD ist ohnehin ein sinkendes Rentner-Schiff. Wer sich heute empören und Falschnachrichten-Flatrates konsumieren möchte, ist im Internet deutlich besser aufgehoben.
"Das hätte heute auch acht- oder neunstellig für uns ausgehen können." (M. Arnautovic)

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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von alemao82 » Donnerstag 28. Mai 2020, 11:27

erpie hat geschrieben:
Donnerstag 28. Mai 2020, 08:28
Hier ein Gastbeitrag aus dem Tagesspiegel
Kekulé ist Arzt und Biochemiker. Er hat den Lehrstuhl für Medizinische Mikrobiologie und Virologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg inne und ist Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Halle.

Der Streit um den Berliner Virologen Christian Drosten und seine aktuelle Studie ist so brisant, weil es eigentlich gar nicht um Christian Drosten und seine Studie geht. Stattdessen hat sich die öffentliche Debatte an zwei Gefechtslinien entzündet, an denen schon vorher Pulverfässer vergraben waren.
https://www.tagesspiegel.de/wissen/stud ... 66488.html

Drosten hat schon reagiert:
Kekulé macht Stimmung. Seine Darstellung ist tendenziös. Er kennt unsere Daten nicht und zitiert falsch. Kekulé selbst könnte man nicht kritisieren, dazu müsste er erstmal etwas publizieren. https://www.tagesspiegel.de/wissen/stud ... 66488.html
Scheiße, jetzt springen die tatsächlich übers Stöckchen. Und Julian reibt sich die Hände.
"Das hätte heute auch acht- oder neunstellig für uns ausgehen können." (M. Arnautovic)

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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von TiSa667 » Donnerstag 28. Mai 2020, 23:33

Michael H. Spreng, Chefredakteur der BamS von 1989-2000, betreibt einen Blog namens "Sprengsatz". In diesem bezeichnete er die Bild unter Julian Reichelt als "Vorfeldorganisation der AfD". Allerdings nicht in diesem Zusammenhang, sondern bereits im September 2018. Der Text passt aber in diesen Zusammenhang wie die Faust aufs Auge:
http://www.sprengsatz.de/?p=4547

Fast möchte man sich Rudolf Augstein und die 68er zurückwünschen. Und in Anlehnung an den Mord an Rudi Dutschke und mit Bezug auf sowas
https://www.br.de/radio/bayern2/sendung ... a-100.html
kann man sagen "BILD hat mitplakatiert!"
Artikel 2 GG:

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von Hoellenvaart » Freitag 29. Mai 2020, 00:38

TiSa667 hat geschrieben:
Donnerstag 28. Mai 2020, 23:33
Michael H. Spreng, Chefredakteur der BamS von 1989-2000, betreibt einen Blog namens "Sprengsatz". In diesem bezeichnete er die Bild unter Julian Reichelt als "Vorfeldorganisation der AfD". Allerdings nicht in diesem Zusammenhang, sondern bereits im September 2018. Der Text passt aber in diesen Zusammenhang wie die Faust aufs Auge:
http://www.sprengsatz.de/?p=4547

Fast möchte man sich Rudolf Augstein und die 68er zurückwünschen. Und in Anlehnung an den Mord an Rudi Dutschke und mit Bezug auf sowas
https://www.br.de/radio/bayern2/sendung ... a-100.html
kann man sagen "BILD hat mitplakatiert!"
der noch größere skandal ist doch, dass die Fratzenadministration incl. altersschwacher innenminister gegen diese rechtsverstösse nicht vorgeht:

§ 189 StGB Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener
Wer das Andenken eines Verstorbenen verunglimpft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

§ 90 StGB Verunglimpfung des Bundespräsidenten

(1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Bundespräsidenten verunglimpft, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.


§ 130 StGB Volksverhetzung

(1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,
1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder
2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.


erinnert an die bisher schon sehr lasche haltung der exekutive gegenüber rechter propaganda und gewalt.
https://www.youtube.com/watch?v=4s_yuY-cVxM

„Meine Sätze erläutern dadurch, daß sie der, welcher mich versteht, am Ende als unsinnig erkennt, wenn er durch sie - auf ihnen - über sie hinausgestiegen ist.“ :twisted:
Bild

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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von Depp72 » Freitag 29. Mai 2020, 17:54

alemao82 hat geschrieben:
Donnerstag 28. Mai 2020, 11:18
Wenn du Wallraff gelesen hast, musst du doch aber eine Meinung zu den Praktiken von BILD haben. Entweder sagst du "mir egal, die Welt (also jetzt nicht die Zeitung) ist eh Scheiße, darauf kommts also auch nicht mehr an". Oder du verurteilst es. Da du, wie ich deinen Kommentaren entnehme, Option 2 nicht komplett ablehnst, würde mich interessieren, wieso du so etwas auch finanziell unterstützenswürdig findest
Variante C: Bild ist nur ein Tropfen im Medienwasser. Wenn auch ein sehr großer und einflussreicher. Die Zeitung selbst und ihre direkten Ableger habe ich seltenst gekauft. Seit es sie Online gibt, habe ich aber immer wieder mal in den frei zugänglichen Teil reingeschaut. Somit trage ich mein Scherflein bei. Meist gehört Bild zu den am schnellsten informierten Medien. Manchmal gibt es sogar journalistische Sternstunden (''Wir sind Papst''). Wer bei Bild lernt oder arbeitet, bekommt of ein gutes journalistisches Rüstzeug mit bzw. gehört zu denen, die das Grundhandwerk sehr gut beherrschen. Boulevard ist ein Teil der Medienlandschaft. Weltweit! In England bekanntlich noch viel extremer als hier. Die Zeitung stellt sich dem Markt. Und auch wenn man sich nicht gänzlich vom Rest der Print-Branche lösen kann, der ökonomisch meist mit dem Rücken an der Wand steht, sind die Bild-Zahlen noch ganz gut. Sie stellen sich dem Markt und sie bestehen am Markt. Ganz ohne meine finanzielle Unterstützung. Ich lese lieber die Welt (und ab und an auch andere Kwellen). Da fühle ich mich gut informiert. Warum sollte ich die Welt boykottieren? Nur weil sie zu Springer gehört? Da wäre es konsquenter, alle Boulevardmedien zu ignorieren. Und wie viele machen das? Die Mopo oder Express sind als Fischeinwickelpapier etwas handlicher als die Bild. Das ist der wichtigste Unterschied zwischen denen. Spiegel, Zeit, Stern, taz, FAZ, NZZ und auch Welt haben schon viel Mist verbraten. Gegen diesme Forum sind sie allerdings alle gaaanz kleine Fische.

Oder warum sollte ich z.B. alle Springer-Redakteure als Schmutzfinken betrachten? Sippenhaft? Dann kommt so ein Unsinn wie bei Herrn Sixtus raus:
Meedia hat geschrieben:Der Vorfall rief auch den Sachbuchautor und früheren „elektrischen Reporter“ Mario Sixtus auf den Plan, der via Twitter (natürlich) dazu aufrief, wegen diesem Don Alphonso sofort allen Springer-Mitarbeitern die Freundschaft zu kündigen.

Redet nicht mit Springer-Mitarbeitern! Gebt ihnen keine Interviews! Zitiert nicht aus ihren Zeitungen! Retweetet sie nicht! Geht nicht mit ihnen Bier trinken, und auch nicht Kaffee oder Tee! Ladet sie nicht zu Journalistenkonferenzen ein! Kündigt ihnen die Freundschaft! https://t.co/3et4h9U8EP

— Mario Sixtus 馬六 🇪🇺🇭🇰 (@sixtus) November 6, 2019

Dazu zwei abschließende Bemerkungen:

1.) Ist das nicht ein bisschen arg over the top?
2.) Warum sind die Tweets der Anti-Hass und Anti-Springer-Fraktion immer randvoll von Fäkal-Ausdrücken und Hass-Vokabeln? Ist das nicht ein bisschen kontraproduktiv?
https://meedia.de/2019/11/08/in-twitter ... tormfront/

Sixtus als typisch deutscher Hampelmann: https://meedia.de/2020/04/01/a-loch-gat ... io-sixtus/

Wobei sich in letzterem Link vielleicht auch ein Indiz dafür findet, warum es zwischen Bild und Drosten nicht mehr so läuft wie am Anfang: Ex-Bild-Chef Diekmann, Vorgänger und Ziehvater von Reichelt, hat 'Storymachine' mitbegründet. Die haben bekanntlich die Heinsberg-Studie unglücklich aufgehübscht. An der Drosten Kritik geübt hat. Retourkutsche von Storymachiche und seinen Hilfssheriffs? Bleiben Sie dran - ich decke die Verschwörung auf. :mrgreen:

Entscheidend ist, wie ein Journalist arbeitet und was seine Redaktion daraus macht. Im Fall Drosten war beides Dreck. Unsauber und aus dem Zusammenhang gerissen zitiert, unverschämt unter Zeitdruck gesetzt und noch vieles mehr. Ausnahmsweise finde ich mal einen Zeit-Artikel von der Einordnung her sehr passend. Insbesondere im Hinblick auf die Rolle des Boulevards: https://www.zeit.de/kultur/2020-05/chri ... ettansicht

alemao82 hat geschrieben:
Donnerstag 28. Mai 2020, 11:18
Bodenlos bleibt eben doch bodenlos, da gehts nicht um politische Einstellungen oder Renteneintrittsalter, sondern um Anstand.
+
alemao82 hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 22:41
diese menschliche Niedertracht, dieser Abschaum, [...]charakterlich bodenlos von jedem, der das liest und ja, [...] Weiß nicht, warum du das nötig hast. [...]Boykottiere sämtiche Springer-Produkte
Fällt dir etwas auf? Du arbeitest mit Emotionen, Werten und Worten, die auch zum Boulevard passen: Anstand, charakterlos, boykottieren, Abschaum, bodenlos, Niedertracht. Du bist da näher am Boulevard dran als du denkst. Und das finde ich nicht einmal schlimm, sondern meist unterhaltsam. Unterhaltsam im positiven Sinne.


PS:
alemao82 hat geschrieben:
Donnerstag 28. Mai 2020, 11:18
BILD nicht zu lesen hat m.E. nur Vorteile (z.B. mehr Geld, bessere mentale Gesundheit, niedrigerer Blutdruck), während fehlende Adolf-Unterstützung so minimale Nebenwirkungen wie Folter oder Tod nach sich ziehen konnte.
Bitte nicht die Mär weitertragen, dass mangelnde Unterstützung von Adolf automatisch zu Folter und Tod führte. In den berüchtigten Polizeibataillionen haben sich z.B. einige wenige Polizisten geweigert an Exekutionen teilzunehmen, ohne dass das sanktioniert wurde. Und das war eine Extremsituation in Kriegszeiten. 33 bis 39 gab es mehr Spielraum. Aber da lief es ja noch gut. Da war, von wenigen gallischen Dörfern abgesehen, ganz Deutschland einig Führerland. Und das aus Überzeugung!
Von uns die Arbeit, von Gott den Segen.

https://www.youtube.com/watch?v=0pJcQIKD-wY

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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von alemao82 » Freitag 29. Mai 2020, 18:09

Depp72 hat geschrieben:
Freitag 29. Mai 2020, 17:54
alemao82 hat geschrieben:
Donnerstag 28. Mai 2020, 11:18
Wenn du Wallraff gelesen hast, musst du doch aber eine Meinung zu den Praktiken von BILD haben. Entweder sagst du "mir egal, die Welt (also jetzt nicht die Zeitung) ist eh Scheiße, darauf kommts also auch nicht mehr an". Oder du verurteilst es. Da du, wie ich deinen Kommentaren entnehme, Option 2 nicht komplett ablehnst, würde mich interessieren, wieso du so etwas auch finanziell unterstützenswürdig findest
Variante C: Bild ist nur ein Tropfen im Medienwasser. Wenn auch ein sehr großer und einflussreicher. Die Zeitung selbst und ihre direkten Ableger habe ich seltenst gekauft. Seit es sie Online gibt, habe ich aber immer wieder mal in den frei zugänglichen Teil reingeschaut. Somit trage ich mein Scherflein bei. Meist gehört Bild zu den am schnellsten informierten Medien. Manchmal gibt es sogar journalistische Sternstunden (''Wir sind Papst''). Wer bei Bild lernt oder arbeitet, bekommt of ein gutes journalistisches Rüstzeug mit bzw. gehört zu denen, die das Grundhandwerk sehr gut beherrschen. Boulevard ist ein Teil der Medienlandschaft. Weltweit! In England bekanntlich noch viel extremer als hier. Die Zeitung stellt sich dem Markt. Und auch wenn man sich nicht gänzlich vom Rest der Print-Branche lösen kann, der ökonomisch meist mit dem Rücken an der Wand steht, sind die Bild-Zahlen noch ganz gut. Sie stellen sich dem Markt und sie bestehen am Markt. Ganz ohne meine finanzielle Unterstützung. Ich lese lieber die Welt (und ab und an auch andere Kwellen). Da fühle ich mich gut informiert. Warum sollte ich die Welt boykottieren? Nur weil sie zu Springer gehört? Da wäre es konsquenter, alle Boulevardmedien zu ignorieren. Und wie viele machen das? Die Mopo oder Express sind als Fischeinwickelpapier etwas handlicher als die Bild. Das ist der wichtigste Unterschied zwischen denen. Spiegel, Zeit, Stern, taz, FAZ, NZZ und auch Welt haben schon viel Mist verbraten. Gegen diesme Forum sind sie allerdings alle gaaanz kleine Fische.

Oder warum sollte ich z.B. alle Springer-Redakteure als Schmutzfinken betrachten? Sippenhaft? Dann kommt so ein Unsinn wie bei Herrn Sixtus raus:
Meedia hat geschrieben:Der Vorfall rief auch den Sachbuchautor und früheren „elektrischen Reporter“ Mario Sixtus auf den Plan, der via Twitter (natürlich) dazu aufrief, wegen diesem Don Alphonso sofort allen Springer-Mitarbeitern die Freundschaft zu kündigen.

Redet nicht mit Springer-Mitarbeitern! Gebt ihnen keine Interviews! Zitiert nicht aus ihren Zeitungen! Retweetet sie nicht! Geht nicht mit ihnen Bier trinken, und auch nicht Kaffee oder Tee! Ladet sie nicht zu Journalistenkonferenzen ein! Kündigt ihnen die Freundschaft! https://t.co/3et4h9U8EP

— Mario Sixtus 馬六 🇪🇺🇭🇰 (@sixtus) November 6, 2019

Dazu zwei abschließende Bemerkungen:

1.) Ist das nicht ein bisschen arg over the top?
2.) Warum sind die Tweets der Anti-Hass und Anti-Springer-Fraktion immer randvoll von Fäkal-Ausdrücken und Hass-Vokabeln? Ist das nicht ein bisschen kontraproduktiv?
https://meedia.de/2019/11/08/in-twitter ... tormfront/

Sixtus als typisch deutscher Hampelmann: https://meedia.de/2020/04/01/a-loch-gat ... io-sixtus/

Wobei sich in letzterem Link vielleicht auch ein Indiz dafür findet, warum es zwischen Bild und Drosten nicht mehr so läuft wie am Anfang: Ex-Bild-Chef Diekmann, Vorgänger und Ziehvater von Reichelt, hat 'Storymachine' mitbegründet. Die haben bekanntlich die Heinsberg-Studie unglücklich aufgehübscht. An der Drosten Kritik geübt hat. Retourkutsche von Storymachiche und seinen Hilfssheriffs? Bleiben Sie dran - ich decke die Verschwörung auf. :mrgreen:

Entscheidend ist, wie ein Journalist arbeitet und was seine Redaktion daraus macht. Im Fall Drosten war beides Dreck. Unsauber und aus dem Zusammenhang gerissen zitiert, unverschämt unter Zeitdruck gesetzt und noch vieles mehr. Ausnahmsweise finde ich mal einen Zeit-Artikel von der Einordnung her sehr passend. Insbesondere im Hinblick auf die Rolle des Boulevards: https://www.zeit.de/kultur/2020-05/chri ... ettansicht

alemao82 hat geschrieben:
Donnerstag 28. Mai 2020, 11:18
Bodenlos bleibt eben doch bodenlos, da gehts nicht um politische Einstellungen oder Renteneintrittsalter, sondern um Anstand.
+
alemao82 hat geschrieben:
Mittwoch 27. Mai 2020, 22:41
diese menschliche Niedertracht, dieser Abschaum, [...]charakterlich bodenlos von jedem, der das liest und ja, [...] Weiß nicht, warum du das nötig hast. [...]Boykottiere sämtiche Springer-Produkte
Fällt dir etwas auf? Du arbeitest mit Emotionen, Werten und Worten, die auch zum Boulevard passen: Anstand, charakterlos, boykottieren, Abschaum, bodenlos, Niedertracht. Du bist da näher am Boulevard dran als du denkst. Und das finde ich nicht einmal schlimm, sondern meist unterhaltsam. Unterhaltsam im positiven Sinne.


PS:
alemao82 hat geschrieben:
Donnerstag 28. Mai 2020, 11:18
BILD nicht zu lesen hat m.E. nur Vorteile (z.B. mehr Geld, bessere mentale Gesundheit, niedrigerer Blutdruck), während fehlende Adolf-Unterstützung so minimale Nebenwirkungen wie Folter oder Tod nach sich ziehen konnte.
Bitte nicht die Mär weitertragen, dass mangelnde Unterstützung von Adolf automatisch zu Folter und Tod führte. In den berüchtigten Polizeibataillionen haben sich z.B. einige wenige Polizisten geweigert an Exekutionen teilzunehmen, ohne dass das sanktioniert wurde. Und das war eine Extremsituation in Kriegszeiten. 33 bis 39 gab es mehr Spielraum. Aber da lief es ja noch gut. Da war, von wenigen gallischen Dörfern abgesehen, ganz Deutschland einig Führerland. Und das aus Überzeugung!
Vielleicht antworte ich dir später noch ausführlich. Gerade hab ich ich nicht so viel Zeit, deshalb nur so viel: Warum BILD (zu Recht) immer wieder so viel Prügel auf sich zieht, ist ihre Eigenbehauptung, sie würden Journalismus betreiben. Da gibt es tradierte Standards, die sie immer wieder (ich unterstelle: bewusst) reißen. Und das unterscheidet sie von Social Media und auch diesme Forum. Ich freue mich, dass ich dich unterhalten kann, aber ich würde im Leben nicht behaupten, hier auch nur so was Ähnliches wie Journalismus zu betreiben. Deshalb wurde z.B. auch die Vergabe eines Journalismus-Preises an Rezo für sein Zerstörungs-Video (m.E. ebenfalls zu Recht) kritisiert. Viel Wahres? Ja. Unterhaltsam? Aber hallo! Echter Journalismus? Wenn der Begriff noch für Werte und Standards stehen soll, eher nicht.

https://meedia.de/2020/05/04/kommentar- ... ehler-ist/
"Das hätte heute auch acht- oder neunstellig für uns ausgehen können." (M. Arnautovic)

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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von erpie » Sonntag 31. Mai 2020, 07:43

Moin
Mal ein paar Hintergründe
Einem Bericht der „Berliner Zeitung“ des für gewöhnlich gut informierten Medienkolumnisten Kai-Hinrich Renner zufolge soll sich Verlegerin Friede Springer zuletzt vor Vorstandsmitgliedern über den aggressiven Kampagnenjournalismus von „Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt beschwert haben. Explizit widersprochen hat die Springer-Pressestelle der Darstellung nicht.
Was ist da los an der Axel-Springer-Straße, was treibt die Zeitung in diesen Tagen unter der Führung von Julian Reichelt in den Kampfmodus?
https://m.tagesspiegel.de/gesellschaft/ ... 74882.html
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
(Oscar Wilde)
Gruß
erpie

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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von Atlan » Sonntag 31. Mai 2020, 09:17

Kurz gesagt ist Julian Reichelt ein Unruhestifter, der seinen Posten als Chefredakteur der Bild nutzt, um die Deutschen zu spalten.
Was konkret seine Absicht ist, weiß ich nicht, aber er legt aktuell die Lunte.
Grün/Weiße Grüße :wave:
Lieber erhöhen wir das Tempo, mit dem wir gegen die Wand rasen, als unsere Meinung zu ändern.

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Re: Warum Drosten die „Bild“-Zeitung so scharf angeht

Beitrag von erpie » Montag 1. Juni 2020, 07:15

Den Original Beitrag habe ich noch nicht gesehen, hier erst einmal die Meldung aus dem Tagesspiegel.

„Ekelhaft und menschenfeindlich“ Rezo legt sich mit dem Axel-Springer-Verlag an

https://m.tagesspiegel.de/gesellschaft/ ... 76686.html
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
(Oscar Wilde)
Gruß
erpie

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