Fußballgeschichten

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erpie
Schwallerkopp
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Ich glaubte, übertriebenes Training könnte meine Genialität beschneiden“

Beitrag von erpie »

Schöne Geschichten... :mrgreen:
Eike Immel, Sie kennen das berühmte Zitat von George Best?
Klar, das hätte auch von mir sein können. Wie ging es noch mal?

„Ich habe viel Geld für Alkohol, Frauen und schnelle Autos ausgegeben, den Rest habe ich einfach verprasst.“
Alkohol war nie mein Ding, zur aktiven Zeit habe ich gar nicht getrunken. Ich würde es so sagen: „Ich habe alles für schöne Frauen, falsche Freunde und schnelle Autos ausgegeben, den Rest habe ich einfach verjubelt.“
...
1980 wurden Sie Nationalspieler. Da ging es um andere Summen. Ihr Zimmergenosse bei der WM 1982, Toni Schumacher, schrieb: „Eike Immel pokerte wie ein Süchtiger. Oft sah man, wie er sich enttäuscht und völlig gerupft auf sein Bett warf.“
Da gab es Stammspieler, die viel mehr einsetzten als ich. Aber zugegeben, ich war in Spanien dritter Torwart, emotional relativ weit weg und langweilte mich. Nachdem wir das Auftaktspiel gegen Algerien verloren hatten, erlebte ich den 4:1-Sieg gegen Chile auf der Tribüne. Anschließend waren alle sehr gelöst, ein FC-Spieler machte den Schrank auf und warf 40 000 Mark auf den Tisch. Bis dahin hatten wir nur um kleine Beträge gespielt, aber an dem Abend ging’s rund. Ich hatte 7000 Mark dabei, 2000 nahm ich mit an den Kartentisch, den Rest verwahrte Toni für mich. Als ich nachts ins Zimmer kam, habe ich ihn gefoppt: „Toni, ich brauche die Kohle, ich habe alles verzockt.“ Erst wollte er es nicht rausrücken, aber als er irgendwann den Koffer aufmachte, öffnete ich die Trainingsjacke und warf bergeweise Scheine aufs Bett. Ich hatte fast 40 000 Mark gewonnen. Klar, danach habe ich auch wieder verloren, aber aus Spanien kehrte ich nicht mit Verlust zurück.

Wieso schildert es Schumacher im Buch „Anpfiff“ anders?
Habe ich damals auch nicht verstanden. Seine Frau Marlies vermittelte nach dem Erscheinen ein Treffen in Stuttgart, wir haben geredet, uns die Hand gegeben und damit war die Sache erledigt. Damals dachte ich: Ich bin wie Teflon, die Dinge perlen mit der Zeit schon an mir ab. Aber dass Sie bis heute fragen, zeigt, dass ich mich getäuscht habe.
...
In Dortmund verkehrten Sie auch im Rotlichtmilieu.
Was heißt Rotlichtmilieu? Ich kannte den Typen, dem die Häuser gehörten, in dem ein stadtbekanntes Bordell war. Dortmund ist eine kleine Stadt, da kennt jeder jeden und es kam vor, dass in Szenelokalen auch Lokalpolitiker und Fußballer direkt neben Luden am Tresen standen. Dieser Typ war steinreich, fuhr Rolls Royce und Lamborghini Gallardo und scharte immer die schönsten Frauen um sich.
...
Und diesen Lebensstil haben Sie ausgekostet?
Eines Tages lud mich der Typ ein, weil ich eine wunderschöne Frau in seiner Gefolgschaft kennenlernen wollte. Als ich zu ihm kam, war die Frau aber nicht da und er bot mir eine Partie Backgammon an. Ich konnte das gar nicht richtig, gewann aber 6000 Mark. Der Typ zahlte mir den Gewinn in Zehnmarkscheinen aus. Cleverer Schachzug, denn als ich nach Hause fuhr, platzte ich fast vor Geld. Als er Revanche forderte, verlor ich natürlich, danach noch mal und am Ende schuldete ich ihm 60 000 Mark, für die ich einen Wechsel unterschrieb. Das Geld zahlte ich ihm zwar innerhalb von drei Monaten zurück, aber leider wedelte er in der Zeit an jedem Dortmunder Tresen mit diesem Schuldschein. Nach dem Motto: „Der Immel gehört jetzt mir.“
https://11freunde.de/p/club/serie/fmlui ... 46106.html
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Re: Fußballgeschichten

Beitrag von ritanuschegg »

Auch was interessantes: Weshalb Blockchain für die Fussballwelt von Nutzen sein kann (nicht nur Tokens und NFT, sondern z. B. auch für den Ticketverkauf oder Echtheitsverifizierung eines Trikots). Ich denke, da wird noch einiges kommen und es lohnt sich sicher mal, das genauer anzuschauen:

https://footbloc.com/

LG
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Fußballgeschichten: Das Wunder von Naza­reth

Beitrag von Depp72 »

11 Freunde hat geschrieben:Mac­cabi Bnei Reineh hat es in nur sechs Jahren seit seiner Grün­dung bis in die 1. israe­li­sche Liga geschafft. Der ara­bisch geprägte Underdog-Verein hat nicht mal ein eigenes Sta­dion, aber schon 350 Ultras. [...]
Der Klub wurde erst vor sechs Jahren gegründet. Eine Geschichte im his­to­ri­schen Sinne können die Blau-Gelben nicht vor­weisen – dafür jedoch eine span­nende Story.

https://11freunde.de/artikel/das-wunder ... ttansicht=
Von uns die Arbeit, von Gott den Segen.

https://www.youtube.com/watch?v=0pJcQIKD-wY
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Fußballgeschichten: Erfolg ist nicht gleich Geld

Beitrag von Depp72 »

Dass im Fußball bei der Verteilung der internationalen Gelder das Verhältnis schon länger völlig aus den Fugen geraten ist, ist bekannt. Ein aktuelles Beispiel, welches das Ganze noch einmal sehr nachdrücklich illustriert, ist die SGE. Ein unglaublicher sportlicher Erfolg, nach mehr als 40 Jahren, aber trotzdem ein finanzielles Minus. Von fast 32 Millionen Euro: https://www.mopo.de/sport/fussball/trot ... kes-minus/


Wenn Erfolg kein Geld bedeutet, wer sollte sich dann warum anstrengen?
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https://www.youtube.com/watch?v=0pJcQIKD-wY
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Fußballgeschichten: Transfer-König

Beitrag von Depp72 »

...ist nicht der HSV.

Wer hat in der Geschichte bisher am meisten Geld für Neuverpflichtungen ausgegeben?

Platz 1 mit 2,74 Milliarden für bisher 966 Zugänge: Chelsea. Dahinter der katalanische Sumpf. Auf Platz 15 der FCB II mit 1,38 Milliarden für 552 Neuverpflichtungen.

https://sportbild.bild.de/fussball/inte ... sport.html
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https://www.youtube.com/watch?v=0pJcQIKD-wY
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Fußballgeschichten: Fernando Chalana

Beitrag von Depp72 »

SZ hat geschrieben:Sein Fußball sah aus, als sei er einem Zeichentrickfilm entsprungen: Zum Tod von Fernando Chalana, der Muse der größten portugiesischen Dribbler der vergangenen Jahrzehnte.
''Er zieht ohne Gegenstimmen in den Himmel ein'': https://www.sueddeutsche.de/sport/chala ... -1.5637916
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Fußballgeschichten: Almeria, Araber, Aufstieg

Beitrag von Depp72 »

Mit ordentlich Geld hat der Aufstieg drei Jahre nach dem Einstieg eines saudischen Investors geklappt.
kicker hat geschrieben:Nach dem Abstieg 2015 ist UD Almeria wieder in der ersten spanischen Liga angekommen, ein Investor aus Saudi-Arabien machte es möglich. Mit ungewöhnlichen wie rabiaten Methoden.
[...]
Vielleicht würde er mit dem "Estadio de los Juegos Mediterraneos" aus der Vogelperspektive beginnen. Wobei das nicht ganz richtig ist, es heißt jetzt dank eines Energy-Drink-Sponsors "Power Horse Stadium", was schon so einiges aussagt. Tradition weicht der Moderne - die Arena wird gerade in ein Stadion auf Champions-League-Niveau umgewandelt.

Und da in Almeria geklotzt und nicht gekleckert wird, legt Al-Sheikh noch ein paar Kirschen auf die Torte. Zur Einweihung des ersten Bauabschnitts fand ein Musikfestival statt, für Dauerkarteninhaber gratis. Schon 2019 hatte er das "Rozam Music Festival" in der Stadt steigen lassen. Eine Fanzone mit Restaurants und Erholungsbereichen ist geplant, im Hafen will der 41-Jährige eine Diskothek renovieren und der Öffentlichkeit zugänglich machen. PR vom Feinsten für den neuen Boss, der sich laut "El Confidencial" von den Angestellten mit "Eure Majestät" anreden lässt.

Kwelle & mehr: https://www.kicker.de/im-auftrag-ihrer- ... 47/artikel

Teil I zu Almeria:
viewtopic.php?p=26603#p26603

Teil II:
viewtopic.php?p=73141#p73141
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https://www.youtube.com/watch?v=0pJcQIKD-wY
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Fußballgeschichten: Nicolai Lorenzoni

Beitrag von Depp72 »

Balljungs hat geschrieben:Der SC Freiburg in der Europa League – das passierte zuletzt 2013. Dabei kommt man an der kuriosen Geschichte von Nicolai Lorenzoni nicht vorbei. Im Interview spricht er über Sevilla, die Pokalsieger-Feier mit Vaterfigur Streich, prominente Teamkollegen und seine Zeit nach dem SC.

Freiburg und Lorenzoni – eine besondere Geschichte

Nicolai Lorenzoni kam mit 16 Jahren zum SC Freiburg. Insgesamt blieb er sechs Jahre. Er gewann den A-Junioren DFB-Pokal und spielte sich in U-Nationalmannschaften. Doch trotz großer Bemühungen und prominenter Teamkollegen blieb ihm der große Durchbruch beim Sport-Club verwehrt.

Eine besondere Geschichte hat er dennoch vorzuweisen. Von fünf Profispielen machte er vier in der Europa League.
Kwelle & mehr: https://www.balljungs.com/christian-str ... rview.html
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https://www.youtube.com/watch?v=0pJcQIKD-wY
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Txomin_Gurrutxaga
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Ackern für Deutschland

Beitrag von Txomin_Gurrutxaga »

Vielleicht würde er mit dem "Estadio de los Juegos Mediterraneos" aus der Vogelperspektive beginnen. Wobei das nicht ganz richtig ist, es heißt jetzt dank eines Energy-Drink-Sponsors "Power Horse Stadium", was schon so einiges aussagt. Tradition weicht der Moderne - die Arena wird gerade in ein Stadion auf Champions-League-Niveau umgewandelt.
Nicht umsonst ist die ganze Region Almería als "Mar del Plastico" bekannt, insofern passt das alles.
Wie Arsch auf Eimer :smokingjoint:
Ніхто не зламає націю, чий дух був викований у століттях боїв.

Prší a venku se setmělo, tato noc nebude krátká!

Wir sind Verteidiger des wahren Blödsinns, Krieger in schwarz-rosa-gold.
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Fußballgeschichten: Typisch Schalke

Beitrag von Depp72 »

ntv hat geschrieben:Saison 1974/75: Die Bayern gehen in der Liga unter, Uli Hoeneß hintergeht die eigene Mannschaft, auf Schalke verhindern sie listig wie kurios den Transfer eines Sonnyboys und in Bochum fehlt nach Anpfiff der zweiten Halbzeit der gegnerische Keeper im Tor - aus delikaten Gründen!
[...]
Seltsames tat sich in dieser Spielzeit aber auch auf Schalke. Die Königsblauen wollten den Fans einen echten Kracher präsentieren und hatten sich dafür nach der Weltmeisterschaft im eigenen Land den blonden Verteidiger Marinho aus Brasilien ausgeguckt. Ein echter Lebemann war das und einer fürs Auge. Die königsblauen Fußballdamen waren von dem Sonnyboy schon ganz begeistert. Doch noch war er nicht verpflichtet. Da sein Transfer nicht ganz billig war und die Schalker wie immer sehr knapp bei Kasse waren, sollten die Anhänger über den Wechsel selbst entscheiden. Beim Spiel gegen die Bayern machten also 70.000 Fans auf einem Stimmzettel ihr Kreuzchen. Man stellte Urnen an den Ausgängen auf, und nachdem alle Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten, fuhr man die Behälter auf die klubeigene Geschäftsstelle.

Doch Schalke wäre nicht Schalke, wenn man nun in aller Seelenruhe die Zettel gezählt und anschließend das Ergebnis vor der versammelten Presse bekannt gegeben hätte. Nein. Noch bevor überhaupt irgendjemand die Wahlzettel zu Gesicht bekommen hatte, waren diese bereits mitsamt der Urnen von der Müllabfuhr abgeholt worden. Das erfuhr natürlich zunächst niemand. Da der Transfer jedoch ohnehin die Schalker Finanzen überstiegen hätte, verkündeten Charly Neumann und Günter Siebert unisono mit gespielter Unschuldsmiene: "Mit knapper Mehrheit wurde Marinho von den Zuschauern abgelehnt." Später gab Siebert tatsächlich einmal zu, dass der Marinho-Transfer für Schalke eine Nummer zu groß gewesen wäre: "Diesmal bin ich am Mond hängen geblieben."
Kwelle & mehr: https://www.n-tv.de/sport/fussball/rede ... 35178.html
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https://www.youtube.com/watch?v=0pJcQIKD-wY
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Re: Fußballgeschichten

Beitrag von erpie »

Wird der Spieler auch nicht so schnell vergessen :mrgreen: :lol:
https://11freunde.de/artikel/southampto ... nd/6742785
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Fußballgeschichten: Alles Müller, oder was?

Beitrag von Depp72 »

Mopo hat geschrieben:Am Ende des Samstagnachmittags hatte Thomas Müller dann doch noch Grund zum Lachen. Nicht wegen des Ergebnisses, das für den FC Bayern beim Gastspiel bei Union Berlin lediglich 1:1 lautete. Und auch nicht wegen des Umstandes, dass er zu Beginn überraschend auf der Bank gesessen hatte. Sehr wohl aber aufgrund einer Frage zu dieser für Müller ungewöhnlichen Joker-Rolle.

Nachdem der 32-Jährige bei Sky das Spiel ausführlich analysiert und die Berliner zu ihrer Leistung beglückwünscht hatte, hatte Jens Westen noch eine Frage. Ob Müller gerne 62 Minuten lang auf der Bank Platz genommen hätte, wollte der Sky-Reporter wissen.

Der Nationalspieler, der nach seiner Einwechslung dann doch noch in seinem 633. Bayern-Spiel mitwirken durfte, entgegnete zunächst mit einem Lachen – dann fielen ihm erst mal nur diese Worte ein: „Die Fragestellung hat mir gut gefallen.“ Nach weiterem Gelächter erkundigte sich Westen, ob Müller denn auch eine Antwort auf diese aus Müllers Sicht gute Frage hätte. „Nicht wirklich“, zeigte sich der Bayern-Profi zunächst sprachlos.

Ein paar Sätze kamen Müller dann aber doch noch in den Sinn: „Man spielt immer gerne, aber das haben wir in den Vorwochen schon betont: Wir sind aktuell auf so einem hohen Leistungsniveau im gesamten Kader, haben vorne die Qual der Wahl. Nächste Woche geht’s weiter.“

Dann lachte Müller wieder und beendete das Interview mit: „Hatte schon bessere Antworten, muss ich zugeben.“ Er würde sich selbst eine „Drei minus“ geben.
https://www.mopo.de/sport/fussball/die- ... sprachlos/


Für die Selbstironie eine 1.
Zwar ohne Plus und Sternchen, aber weit mehr als normal.
Der Thomas verdient sich grundsätzlich immer mindestens eine 2.
Kategorie? Egal.
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https://www.youtube.com/watch?v=0pJcQIKD-wY
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Re: Fußballgeschichten: Alles Müller, oder was?

Beitrag von Meikinho »

Depp72 hat geschrieben: Samstag 3. September 2022, 19:24 Für die Selbstironie eine 1.
Zwar ohne Plus und Sternchen, aber weit mehr als normal.
Der Thomas verdient sich grundsätzlich immer mindestens eine 2.
Kategorie? Egal.
Naja, man kann auch auf blöde Fragen vernünftig antworten...
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Die schlimmsten Spiele aller Zeiten

Beitrag von erpie »

Das Pro­jekt nicht beendet
Heute Abend trifft Dort­mund auf Hof­fen­heim. Das weckt Erin­ne­rungen an eine Begeg­nung aus dem Mai 2013. Für viele BVB-Fans noch immer eines der schlimmsten Spieler des ver­gan­genen Jahr­zehnts. Weil Borussia die TSG am Leben ließ.
https://11freunde.de/artikel/das-projek ... et/1900681#

Trifft zu 100% was habe ich geflucht!
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Futbol Arte

Beitrag von erpie »

Bezahlschranke:
Am Tag, als das schöne Spiel starb, glühte der Boden. 37 Grad Celsius zeigte das Thermometer in Barcelona an. Auf den Tribünen des Estadi de Sarrià fächerten sich die Fans mit den Spielprogrammen Luft zu, die Funktionäre lockerten ihre Krawattenknoten. Brasiliens Spieler kannten solche Temperaturen, natürlich. Geduldig warteten sie im Spielertunnel auf den Anpfiff. Sie wussten, dass sie auch heute ihren Gegner schwindelig spielen würden. Sie waren die beste Mannschaft der Welt und vielleicht aller Zeiten. Fantasistas hießen sie in der Heimat, die fantastischen Elf. Éder stand da, ein Pionier auf der falschen Neun, Spitzname O Canhão, die Kanone, weil seine Schüsse so gewaltig waren. Dann Falcão, „der achte König von Rom“, ein Vorgänger von Andrea Pirlo und Xavi. Neben ihm Zico, der Freistöße in den Winkel tupfte wie Henri Matisse. Ein Zehner, ein Magier, der weiße Pelé. Und natürlich Sócrates, Denker, Stratege, der weise Brasilianer, bei dem jede Bewegung unangestrengt und leicht aussah. Elfmeter verwandelte er aus dem Stand, Steilpässe spielte er mit der Hacke. Sie waren für das WM-Publikum mystische Gestalten, denn außer Dirceu von Atlético Madrid und Falcão von AS Rom spielten sie alle für Vereine in ihrer Heimat, und welcher TV-Sender berichtete Anfang der Achtziger schon über die brasilianische Liga.

An jenem 5. Juli 1982 ging es gegen Italien um den Einzug ins Halbfinale. Es war das letzte Zwischenrundenspiel der WM, ein Unentschieden reichte den Brasilianern zum Weiterkommen, so wie 1950 im finalen Spiel gegen Uruguay. Aber daran verschwendeten sie keine Gedanken. Sie wollten den Fußball zelebrieren, Tore schießen, Traumtore. Jogo bonito hieß es früher in Brasilien, nun nannten sie ihr Spiel Futebol arte, Fußballkunst.
https://11freunde.de/p/club/heftinhalt/ ... 89252.html
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Acht Guin­ness, bitte!

Beitrag von erpie »

Elek­tro­ni­sche Bezahl­sys­teme im Sta­dion sind umstritten. Wenn es so läuft wie zuletzt im iri­schen Natio­nal­sta­dion, dürften sich die Fans aber freuen. Da gab es näm­lich unge­plantes Frei­bier.
...Mit dem Anpfiff um 17.30 Uhr sorgte aller­dings ein tech­ni­scher Fehler im Ser­vice­be­reich für Stirn­run­zeln. Die Kar­ten­le­se­ge­räte der Cate­ring­firma akzep­tierten die Zah­lungen der Kunden nicht mehr. Bar­geld­zah­lung ist im Sta­dion grund­sätz­lich nicht mög­lich. Die Ver­ant­wort­li­chen ent­schieden dar­aufhin kur­zer­hand, Essen und Getränke weiter aus­zu­geben — ohne Bezah­lung.
...
Um 19:30 Uhr war das ​„Pro­blem“ behoben und die Zuschauer mussten für die Ver­pfle­gung wieder Geld lassen. Ob zu diesem Zeit­punkt über­haupt noch jemand von seinem Sitz hochkam, ist frag­lich. Die Wild­cats gewannen das Spiel schließ­lich mit 31:28, das Ergebnis war an diesem Nach­mittag aller­dings wohl neben­säch­lich. Gerüchten zufolge haben sich bereits die ersten deut­schen Fan­gruppen in Irland gemeldet: Sie setzen sich dafür ein, die Dienste des Zah­lungs­an­bie­ters SumUp auch in ihr Sta­dion zu holen.
https://11freunde.de/artikel/acht-guinn ... te/6757895
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Re: Fußballgeschichten

Beitrag von erpie »

Der Einmarsch der Sowjetarmee in Prag 1968 hatte auch sportpolitische Folgen. Der Europacup geriet zum Boykott-Wettbewerb - und brachte den 1. FC Union um den Lohn seines größten Erfolges. Von Gunnar Leue
https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2022 ... nahme.html
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Treffen der Weltmeister-Brüder

Beitrag von erpie »

Schweinsteiger gegen Götze - dieses namhafte Fußballduell steigt an diesem Freitagabend im Tabellenkeller der dritten Liga. Tobias Schweinsteiger, 40, ist neuerdings Trainer des VfL Osnabrück. Felix Götze, 24, spielt neuerdings für Rot-Weiss Essen. Wenn Schweinsteiger nun sein Heimdebüt als Osnabrücker Trainer im Kultstadion an der Bremer Brücke feiert, dann reist mit dem Essener Götze ein Spieler an, mit dem ihn einiges verbindet. Nicht nur, dass er vor fünf Jahren als Assistenztrainer des FC Bayern München II sein Coach war, nein, vor allem den Abend des 13. Juli 2014 werden die beiden für immer im Herzen tragen. An jenem Sonntag sind ihre Brüder Bastian Schweinsteiger und Mario Götze in Rio de Janeiro Seite an Seite Weltmeister geworden. Das Drittliga-Kellerduell in Osnabrück atmet mithin auch ein bisschen weltmeisterliche Atmosphäre.
https://www.sueddeutsche.de/sport/vfl-o ... -1.5653775
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Fußballgeschichten: Reinhold Ranftl

Beitrag von Depp72 »

kicker hat geschrieben:Reinhold Ranftl: "Ich habe mit der Kritik nicht so gut umgehen können"

Nach einem nicht nach Wunsch verlaufenen Jahr in Deutschland ist Reinhold Ranftl wieder zurück in Österreich und hofft, bei der Wiener Austria zu alter Stärke zurückzufinden. Im Gespräch mit dem kicker bilanziert der erfahrene Außenbahnspieler seine ersten Monate in Wien-Favoriten, warum er nicht nur negativ auf seine Zeit bei Schalke 04 zurückblickt und wie er seine Rolle als Führungsspieler annimmt.

Mit 29 Jahren wagte Reinhold Ranftl vermeintlich spät erstmals den Schritt ins Ausland und heuerte beim damaligen Zweitligisten Schalke 04 an. Ging seine Verpflichtung im Sommer 2021 mit viel Euphorie einher, konnte der sechsfache Nationalspieler Österreichs diese mit seinen Leistungen am Platz nie so richtig rechtfertigen. "Am Anfang hatte ich eine unglaubliche Erwartungshaltung an mich selbst und die Fans auch an mich. Ich war sehr beliebt, habe es in der Vorbereitung ganz gut gemacht, aber es teilweise nicht auf den Platz bekommen, was ich mir vorgenommen habe", erklärt Ranftl im Gespräch mit dem kicker.

"Ich war zu verkopft, habe die Leichtigkeit einfach komplett verloren und vor allem auch den Spaß. Die Erfahrung, für Schalke zu spielen und zu erleben, welche Dimension das hat, war dennoch sehr wichtig. Was medial und rund um den Verein passiert - und auch die Menschen dort betrifft. Die leben den Verein und sind halt auch sehr hart zu dir, wenn du nicht so spielst, wie sie sich das vorstellen. Wenn man sich das zu Herzen nimmt, was über einen geschrieben wird - und das habe ich zu sehr gemacht - dann wird es nicht leicht. Das hat mich runtergezogen. Ich habe mit der Kritik nicht so gut umgehen können und dadurch komplett mein Selbstvertrauen verloren. Das war eine Abwärtsspirale, aus der ich aber sehr viel lernen konnte. Denn jetzt habe ich auch die andere Seite des Fußballs gesehen, wenn es mal nicht läuft und auch gemerkt, dass das in Deutschland eine komplett andere Fußballwelt ist", lässt Ranftl tief blicken.

Kwelle & mehr: https://www.kicker.de/reinhold-ranftl-i ... 67/artikel
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Beitrag von erpie »

Roland Kroos sitzt in einem kleinen Büro in der Geschäftsstelle des Greifswalder FC. Auf seinem Schreibtisch stapeln sich Unterlagen, ein Whiteboard an der Wand hinter ihm ist vollgekritzelt mit Notizen. Gegenüber davon hängt ein unterschriebenes Bild aus einer anderen Welt. Es zeigt Toni Kroos im schwarz-roten Dress der Nationalelf bei der WM 2014 in Brasilien. Rund 10.000 Kilometer entfernt von hier, wo Vater Kroos seinem Sohn Toni und dessen Bruder Felix einst das Kicken beibrachte. Aus dem einen wurde ein Bundesligaspieler, aus dem anderen ein Weltmeister und fünfmaliger Champions-League-Sieger. Nach Hause, zum kleinen GFC, kommen die beiden nur noch selten. „Das schaffen sie zeitlich gar nicht“, sagt Roland Kroos. „Felix kommt mal zu einem Spiel in Berlin, aber Toni reist um die ganze Welt. Der hat gerade keine Lust, zwischendurch in die Heimat zu kommen. Das ist eher was für die Zeit nach der Karriere.“
...
Der eine Sohn bei Real Madrid, der andere lange in der Bundesliga. Gewiss hätte auch Roland Kroos Optionen gehabt, die fußballerische Diaspora zu verlassen und in etwas glamouröseren Gefilden zu wirken. „Klar gab es Angebote, auch vom FC Bayern, da hätte ich in der Jugend arbeiten können“, erzählt Kroos. Aber: „Ich bin immer meinen eigenen Weg gegangen. Unabhängig von der Karriere meiner Söhne.“ Roland Kroos wirkt wie die Antithese zu jenen Beratervätern, die beim Transfer ihrer Kinder mit Dollarzeichen in den Augen die Preise hochtreiben. Anstatt es sich in den Logen des Bernabeu bequem zu machen, steht er lieber selbst auf dem Platz, in Greifswald, Seelow oder Stahnsdorf. Er spricht betont sachlich über seine Söhne, und auch nur, wenn er nach ihnen gefragt wird. Mit einem arbeitet er noch zusammen. Stefan, der Älteste, ist beim GFC als Jugendtrainer tätig.
https://11freunde.de/p/club/heftinhalt/ ... 40242.html
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Fußballgeschichten: Abenteuer Mali

Beitrag von Depp72 »

Transfermarkt hat geschrieben:Fliegende Eier, verwunschene Nüsse und der Anspruch, zu helfen

Im Laufe ihrer Karrieren wagen einige Trainer den Sprung ins Fußball-Ausland. Doch führt es sie bei ihren Stationen meist in sichere europäische Gefilde. Freiwillig in ein Krisenland zu gehen, erfordert großen Mut und die Abwägung von Risiko und Gefahr. Ein solches krisengebeuteltes Land ist Mali. Seit 2012 herrscht in Nordmali ein bis heute andauernder militärischer Konflikt. Stephen Virchow hat sich davon nicht abschrecken lassen und arbeitet seit Februar dieses Jahres als Co-Trainer für einen der erfolgreichsten Vereine des Landes, den Djoliba AC. Bei Transfermarkt spricht er über seine Herausforderung.

Kwelle & mehr: https://www.transfermarkt.de/virchow-ub ... ews/411039
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Fußballgeschichten: Das tat weh!

Beitrag von Depp72 »

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https://www.bild.de/sport/fussball/fuss ... .bild.html



Wollen wir mal hoffen, dass ''Mrs. Grealish'' nicht darunter leidet.
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Fußballgeschichten: Deutschland, deine Ausländer (I)

Beitrag von Depp72 »

DFB hat geschrieben:Einfluss des Auslands schon immer bedeutend

So mancher Star aus der Fremde hatte sich allerdings schon lange vor Gründung der Bundesliga einen Namen im deutschen Fußball gemacht. Viele Experten bezweifeln, dass die Frankfurter Eintracht 1959 ihren bislang einzigen deutschen Meistertitel erkämpft hätte, wäre in ihren Reihen nicht der ungarische Supertechniker István Sztani gewesen.

Und schon in "grauer" Vorzeit prägte der eine oder andere Ausländer das Fußballgeschehen in Deutschland. Davon abgesehen, dass etliche Engländer maßgeblich an der Gründung vieler deutscher Fußballklubs beteiligt waren, ist L.C. De Villiers als einer der ersten Ausländer überhaupt aktenkundig. Der Verteidiger aus Südafrika, eigentlich zum Geologie-Studium im sächsischen Freiberg in Deutschland, wurde 1907 mit dem südbadischen Freiburger FC Deutscher Meister.
https://www.dfb.de/news/detail/dfb-von- ... gen-57000/


Louis C. de Villers: https://de.wikipedia.org/wiki/Louis_C._de_Villiers


Typisch deutsch: Erst ein weißer Südafrikaner und dann dem überlegenen Sozialismus die besten Leute abwerben.


Istvan Szanti: https://www.combi-medien.de/istvan-szta ... ut-wird-85


PS:
@Vollei, kannst Du die obige Einordnung zu Istvan Szantis Anteil am Meistertitel bestätigen? :mrgreen: :wink:
Von uns die Arbeit, von Gott den Segen.

https://www.youtube.com/watch?v=0pJcQIKD-wY
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Depp72
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Fußballgeschichten: Ein Brasilianer wird Russe

Beitrag von Depp72 »

Spox hat geschrieben:Mario Fernandes: Wie aus dem brasilianischen "Verräter" Russlands WM-Star wurde

Ein verpasster Flug zur Selecao, Depressionen, Alkohol und Fast Food: Wie der gebürtige Brasilianer Mario Fernandes in Russland sein Glück fand.

Das kanariengelbe Trikot überstreifen, mit Stars wie Ronaldinho beim Aufwärmen den Ball hin- und herjonglieren und kurz vor dem Spiel mit voller Inbrunst die Hino Nacional Brasileiro schmettern: Einmal für die Selecao aufzulaufen, ist wohl der Traum eines jeden jungen Brasilianers. Mario Fernandes sollte diese Ehre im Alter von 21 Jahren zu teil werden. Doch das vielversprechende Talent hatte andere Pläne.

Am 25. September 2011 erzielte Fernandes im Auswärtsspiel bei Avai den Führungstreffer und ebnete damit den Weg zum 2:1-Sieg für Gremio Porto Alegre. Am nächsten Morgen hätte der Verteidiger, seinerzeit von europäischen Spitzenklubs wie Real Madrid, Inter Mailand und Juventus Turin umgarnt, am Flughafen in Belem erscheinen müssen. Geplanter Abflug: 6.30 Uhr.Fernandes verschlief den Flug nach einer durchzechten Nacht. Der Verteidiger hatte den Sieg seines Teams ausgiebig gefeiert. Ein Bier hier, ein Longdrink da, ein komatöser Schlaf.

Als sich der Tross der brasilianischen Nationalmannschaft schließlich zur Vorbereitung auf das anstehende Länderspiel gegen Argentinien traf, fehlte Fernandes. Der Verband zog Konsequenzen und sperrte den Youngster für drei Jahre. Es war diese eine Nacht, mit der sich Fernandes beinahe seine ganze Karriere ruiniert hätte.

Kwelle & mehr: https://www.spox.com/de/sport/fussball/ ... wurde.html
Von uns die Arbeit, von Gott den Segen.

https://www.youtube.com/watch?v=0pJcQIKD-wY
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Fußballgeschichten: Reinaldo Rueda

Beitrag von Depp72 »

Transfermarkt hat geschrieben:Trainerlegende im Interview
Rueda über Anfänge in Köln, geplatzte sowie erfüllte WM-Träume und „Eskalation“ in Medellín

Südamerikanische Fußballtrainer, die Deutsch sprechen, kann man wahrscheinlich an einer Hand abzählen. Einer von ihnen heißt Reinaldo Rueda. In Deutschland mag dieser Name kaum jemandem etwas sagen, doch in Amerika hat der 65-Jährige durchaus Legendenstatus. Mit der honduranischen sowie der ecuadorianischen Nationalmannschaft nahm Rueda an der Endrunde einer Weltmeisterschaft teil, mit dem kolumbianischen Rekordmeister Atlético Nacional gewann er zudem die Copa Libertadores. Im Interview mit Transfermarkt spricht Rueda u.a. über seine Anfänge in Köln, die überraschende WM-Teilnahme mit Honduras sowie sein Scheitern mit Kolumbien und Chile.

https://www.transfermarkt.de/rueda-uber ... ews/411566
Von uns die Arbeit, von Gott den Segen.

https://www.youtube.com/watch?v=0pJcQIKD-wY